Jaguar XJ: Schluss mit dem staubigen Image

Redakteur: Julia Mauritz

Die englische Traditionsmarke hat die achte Generation ihrer Oberklasse-Limousine einem radikalen Facelift unterzogen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Das Flaggschiff von Jaguar, der XJ, passte zuletzt so gar nicht mehr in die deutlich modernisierte Fahrzeugpalette des britischen Herstellers. Schon vor der offiziellen Weltpremiere auf dem Londoner Autosalon hatte der britische Hersteller eine visuelle Revolution beim XJ angekündigt. Und in der Tat: Mit seinem Vorgänger hat der Neue so gut wie nichts mehr gemeinsam.

Bestellbar ist das Jaguar-Topmodell ab sofort zu Preisen 76.900 Euro. Offiziell im Handel eingeführt wird der neue XJ Anfang 2010. Beginnend mit dem Marktstart bietet Jaguar neben der Standard-Version auch eine Variante mit langem Radstand an. Letztere bietet 125 Millimeter zusätzliche Beinfreiheit im Fond. Der Kofferraum des neuen XJ fasst 520 Liter.

Beim Interieur haben sich die Jaguar-Designer für eine Kombination aus stilvollem und zeitgemäßem Design entschieden: Applikationen mit einem Finish in Chrom oder Klavierlack stehen in Kontrast zu den fein verarbeiteten Leder- und Holzoberflächen. Integraler Bestandteil des Designkonzepts ist ein großes Panorama-Glasdach. Es schafft einen besonders hellen und geräumigen Innenraum.

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Erklärtes Ziel der Entwickler war es, im XJ ein hochmodernes Wohnzimmer zu gestalten. So werden auf einem 12,3 Zoll großen TFT-Display Analoginstrumente und andere Anzeigen virtuell aufgespielt. Ergänzt werden die Anzeigen durch einen in die Mittelkonsole integrierten 8-Zoll-Touchscreen mit geteiltem Display. Während der Fahrer Funktionen abruft oder den Anweisungen des Navigationssystems folgt, kann der Beifahrer somit gleichzeitig eine DVD oder ein TV-Programm genießen.

Zwei Benziner und ein Dieselmotor

Je nach Markt, haben die Kunden die Wahl zwischen zwei V8-Benzinern und einem V6-Diesel. Alle sind ab Werk mit einer Sechsstufen-Automatik gekoppelt. Der Selbstzünder leistet 275 PS und verbraucht im kombinierten Modus sieben Liter Diesel auf 100 Kilometer (CO2-Ausstoss: 184 g/km). Bei den Benzinern gibt es einen Fünf-Liter-V8-Sauger mit 385 PS, der in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer beschleunigt, sowie eine 510 PS starke Variante mit Kompressoraufladung und Direkteinspritzung. Die Topmotorisierung verbraucht im kombinierten Zyklus 12,1 Liter auf 100 Kilometern und stößt 189 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Er beschleunigt in 4,9 Sekunden von 0 auf 100.

Gesenkt wurde der Verbrauch im XJ unter anderem durch die Aluminium-Bauweise, die dem Modell im Vergleich zum Vorgänger ein Gewichtsvorteil von mindestens 150 Kilogramm beschert.

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