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»kfz-betrieb« Auto-Check: Mitsubishi Space Star

| Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Mitsubishi hat den Space Star innen und außen kräftig aufpoliert und dem Fahrwerk zusätzlichen Feinschliff verpasst. Brilliert der Kleinwagen mit dem großen Namen jetzt mit allen Facetten?

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Der Space Star ist nicht lang und hoch aber recht breit: 1,95 Meter mit Außenspiegeln.
Der Space Star ist nicht lang und hoch aber recht breit: 1,95 Meter mit Außenspiegeln.
(Bild: Holz / »kfz-betrieb«)

Mitsubishi war bei der Namensgebung sehr ambitioniert. Zwar verfügten die vorangegangenen Modelle mit dem Zusatz „Space“ tatsächlich über viel Platz. Der Nachfolger des ehemaligen Golfkonkurrenten Colt allerdings positionierte sich entgegen dem allgemeinen Höher-Schneller-Breiter-Trend in der Kleinwagenklasse. Und leider können auch die Ingenieure von Japans fünftgrößtem Autobauer nicht zaubern: Zwar sitzen Fahrer und Beifahrer recht bequem, die Fondpassagiere jedoch geraten schnell in Kontakt mit der Rückenlehne und dem Fahrzeugdach.

Der Einstieg gelingt sehr bequem, auch bei großen Fahrern stört die B-Säule nicht. Alle Elemente sind gut erreichbar und sinnig platziert. Die einzige, aber nicht weiter tragische Ausnahme sind die Schalter für die in dieser Klasse nicht alltägliche Sitzheizung. Beide Frontpassagiere haben es daher an kalten Tagen schnell schön warm. Die auch nicht selbstverständliche Außenspiegelheizung nimmt eisigen Tagen ebenfalls viel von ihrem Schrecken.

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Mitsubishi bietet für den Space Star drei Ausstattungslinien und ein Extrapaket sowie wechselnde Sondereditionen an. Diese sind deswegen interessant, weil der Hersteller nur hier ein Infotainmentsystem mit Smart Link zum Handy und einer Onboard-Navigation anbietet. Nicht einmal in der Top-Ausstattungslinie und dem Extra-Paket ist eine Navigation enthalten – der nachträgliche Einbau kostet mit Gerät knapp 1.000 Euro.

Ebenfalls nur gegen circa 300 Euro Aufpreis gibt es als Nachrüstlösung eine akustische Park-Distance-Control. Das schmerzt, denn durch die trendige Karosserie mit stark ansteigender Gürtellinie ist der Space Star kein Star beim Einparken – zu hoch ist die Unterkante der Heckscheibe. Daher sehen vor allem kleinere Fahrer vom dahinter parkenden Auto nur die obere Hälfte der Windschutzscheibe – und das reicht nicht zur genauen Abstandseinschätzung. Schade, denn der Space Star überzeugt beim Rangieren in der Stadt mit dem extrem kleinen Wendekreis von 9,2 Metern.

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