Kfz-Kurt: Kia-King und mehr

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Mit moderner Werkstattausrüstung, qualitativ hochwertigem Service und einem nicht ganz gewöhnlichen Konzept punktet Kfz-Kurt aus Recklinghausen bei Kundenschaft und der Jury des Deutschen Werkstattpreises, die zu Besuch war.

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Kfz-Kurt in Recklinghausen ist einer der Top-10-Betriebe des deutschen Werkstattpreises 2017.
Kfz-Kurt in Recklinghausen ist einer der Top-10-Betriebe des deutschen Werkstattpreises 2017.
(Bild: Dominsky)

„Der passt in keine Schublade“, würde der Volksmund sagen. Im Fall „Deutscher Werkstattpreis“ und Ensar und Necmi Kurt trifft dieser Spruch den Nagel auf den Kopf. Denn „nur“ klassisch-freie Werkstatt sind die Brüder Kurt wahrlich nicht, sondern auch ein Markenbetrieb. Doch vorerst ein Blick zurück: Begonnen hatte alles Anfang der Neunzigerjahre in einer primitiven Garage – immerhin in doppelter Ausführung. Dem Angebot klassischer Servicearbeiten ließen die Autobrüder bald einen Gebrauchtwagenhandel folgen und dem irgendwann einen kleinen Verkaufsplatz.

Nach eine kurzen Zwischenphase in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Fiat-Händlers sowie einer 18-monatigen Betriebspause klopfte 2004 der Zufall bzw. das Glück an: Ein 12.000 Quadratmeter großes Gelände nebst Gebäuden im Herzen Recklingshausens war zu verpachten. Geschäftsführer Ensar Kurt zögerte nicht lange und schlug zu. Dank der großzügigen Platzverhältnisse stiegen die Brüder nun groß ins EU-Handelsgeschäft ein. Mit der damals hierzulande noch recht jungen Importmarke Kia lief es richtig gut. So gut, dass sich die zwei Kfz-Profis eines Tages einen Kia-Servicevertrag zulegten. Diesem folgte 2010 der Status eines offiziellen Handelspartners.

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Besser als manch ein Markenbetrieb

Doch parallel ist der 30-Mann-Betrieb, wie bereits erwähnt, klassische Werkstatt für alle Marken. Wie viele ihrer Mitbewerber haben sich auch die Kurts einem der zahlreichen Werkstattkonzepte angeschlossen – nämlich Autofit. Dass sich aus dem Prinzip Autohaus und Fahrzeughandel auch für Servicekunden Vorteile ergeben, liegt auf der Hand. Denn in Sachen Werkstattequipment sind die beiden Brüder bestens aufgestellt. So glänzt eine rundüberholte Direktannahmehalle nun mit Annehmlichkeiten, die beileibe nicht jeder Markenpartner zu bieten hat – inklusive Riesenflatscreen und digitalem Fahrzeugcheckprotokoll.

Gleiches gilt für Smart Repair – schließlich gibt es bei neuen oder neuwertigen Wagen fast immer etwas auszubessern: Diese Leistung bietet die Kurt-Mannschaft sämtlichen Kunden und stemmt sie aus eigenen Kräften. Professionelle Standards gibt’s auch in anderer Hinsicht: So führt Werkstattleiter Peter Heppner – Stichwort Qualitätssicherung – regelmäßig hauseigene Werkstatttests durch. Während er generell für den technischen Zustand der Kundenfahrzeuge verantwortlich ist, gebührt dem Kollegen Serviceberater diese „Ehre“ im Hinblick auf den optischen Zustand.

Die moderne Werkstatttechnik sowie die interessante Verknüpfung von freier Werkstatt und Markenbetrieb haben der Jury des Deutschen Werkstattpreises sehr gut gefallen. Die Entscheidung der Jurymitglieder, bestehend aus Vertretern der Redaktion »kfz-betrieb« und der Automechanika Frankfurt: Die Kfz-Kurt GmbH kommt unter die Top Ten beim Deutschen Werkstattpreis 2017.

Interessierte Inhaber und Mitarbeiter von freien Werkstätten sollten sich die Preisverleihung nicht entgehen lassen. Sie findet am Vorabend der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe am 27. Oktober 2017 im Würzburger Vogel Convention Center statt. Übrigens ist die Teilnahme an der Preisverleihung für die Besucher der Fachtagung kostenlos.

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