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Kfz-Verbände Thüringen und Sachsen-Anhalt schließen sich zusammen

| Autor: Doris Pfaff

Landesverbände Thüringen und Sachsen-Anhalt haben sich zu einem Mitteldeutschen Kraftfahrzeuggewerbe zusammengeschlossen. Neuer Präsident ist Thomas Peckruhn. Ziel ist es, Synergien zu nutzen und Ressourcen zu bündeln.

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Der Vorstand des MDK: (von links) Uwe Crüger, Michael Koch, Präsident Thomas Peckruhn, Frank Schneider, Martin Förster, Vizepräsident Helmut Peter und Geschäftsführer Dietmar Hoffmann.
Der Vorstand des MDK: (von links) Uwe Crüger, Michael Koch, Präsident Thomas Peckruhn, Frank Schneider, Martin Förster, Vizepräsident Helmut Peter und Geschäftsführer Dietmar Hoffmann.
(Bild: Mitteldeutsches Kfz-Gewerbe)

Die Spitzenvertreter des Kraftfahrzeuggewerbes in Sachsen-Anhalt und Thüringen haben am Dienstag die Weichen für die Zusammenführung ihrer beiden Landesverbände gestellt, die vorerst weiterbestehen. Langfristiges Ziel ist es, die Kräfte noch weiter zu bündeln.

„Mit dem neu gegründeten Mitteldeutschen Kraftfahrzeuggewerbe (MDK) entsteht ein schlagkräftiger und in allen branchenspezifischen Fragen kompetenter Interessenvertreter. Der neue Verband werde sich den anstehenden gewaltigen Strukturveränderungen im Kfz-Handel und Service stellen“, sagte der neu gewählte Präsident des MDK, Thomas Peckruhn.

Peckruhn ist weiterhin Präsident des Landesverbands Sachsen-Anhalt, sein Vertreter im MDK ist der gerade erst neu gewählte Präsident des Landesverbands Thüringen, Helmut Peter.

Mit dem Zusammenschluss entsteht eine neue Organisation, die die Kompetenzen beider Verbände zusammenführt. Mit der Bündelung der Kräfte unter Ausnutzung der bestehenden Ressourcenbasis will der MDK seinen Mitgliedern einerseits zukunftsweisende Angebote ermöglichen. Andererseits will er der politischen Arbeit als Interessenvertreter der Autohäuser und Kfz-Werkstätten in beiden Bundesländern zukünftig größeres Gewicht verleihen, teilte der neue Geschäftsführer Dietmar Hoffmann mit.

Der MDK vertritt nun die Interessen von rund 2.000 Mitgliedsbetrieben. Die Strukturen der Landesverbände und jeweiligen Geschäftsstellen bleiben zunächst unberührt und bestehen.

Landesverband Sachsen könnte sich noch anschließen

„Es war nicht unser Ziel, dabei Kosten zu sparen, sondern gemeinsam stärker zu werden und unsere Interessen besser vertreten zu können“, betonte Peter. Eigentlich habe jetzt schon eine Allianz aus allen drei ostdeutschen Landesverbänden entstehen sollen. Jedoch haben noch nicht alle nötigen Gespräche mit dem Kfz-Landesverband Sachsen abgeschlossen werden können, so Peter. „Ich bin aber absolut zuversichtlich, dass wir die Gespräche bald abschließen und zusammenfinden", sagte er.

Das sei wichtig, denn die Situation in den ostdeutschen gegenüber den anderen Landesverbänden sei etwas differenzierter und verlange ein gemeinsames Agieren. Peter: „Wir haben über die Landesgrenzen hinweg die gleichen Interessen, deshalb ist es wichtig, sich gemeinsam dafür auch im Bundesverband einzusetzen.“

Karpinski: „Kein schlechter Weg“

Auch Peckruhn sieht in der Gründung des MDK letztlich auch die konsequente Folge aus der seit Jahren gelebten engen Kooperation beider Verbände, welche nun eine neue Stufe der gemeinsamen Interessenvertretung beschreitet.

Positiv reagierte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski auf den Zusammenschluss: „Ich begrüße das, denn größere Einheiten sind sicherlich kein schlechter Weg, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.“

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik