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Leasingpaket für Plug-in-Hybride: Volvo zahlt die Wallbox

| Autor: Julia Mauritz

Der Kölner Importeur hat ein neues Leasingpaket für Plug-in-Hybridmodelle geschnürt, das die Wallbox samt Montage beinhaltet. Mit einem zweiten Angebot will Volvo einen Anreiz schaffen, die Teilzeit-Stromer elektrisch statt mit Verbrenner zu fahren.

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Volvo hat ein neues Leasingpaket für Plug-in-Hybridmodelle geschnürt, das die Wallbox samt Montage beinhaltet.
Volvo hat ein neues Leasingpaket für Plug-in-Hybridmodelle geschnürt, das die Wallbox samt Montage beinhaltet.
(Bild: Volvo)

Mit einem neuen, subventionierten Leasingangebot will Volvo Deutschland einen Anreiz schaffen, damit die Käufer von Plug-in-Hybridmodellen ihr Fahrzeug möglichst viel elektrisch fahren. Es gilt für Privat- und Gewerbekunden, die vom 1. Januar 2020 bis zum 31. März für mindestens 36 Monate einen Neu- oder einen Lagerwagen mit einem Plug-in-Hybridantrieb leasen. Sofern es infrastrukturell möglich ist, erhalten die Kunden für einen Mehrbetrag von 30 Euro monatlich eine Wallbox.

Die Montage durch den Kooperationspartner New-Motion an einem vom Kunden selbst bestimmten Standort ist in dieser Rate ebenfalls inkludiert. Den Gegenwert des Angebots beziffert Volvo mit 2.500 Euro.

Importeur übernimmt für ein Jahr die Stromkosten

Neben den infrastrukturellen Voraussetzungen setzt Volvo, im Bestreben die Plug-in-Käufer zu einer nachhaltigeren Fahrweise zu motivieren, auch direkt am Nutzungsverhalten der Fahrer an: Volvo übernimmt für die Plug-in-Modelle, die im Aktionszeitraum vom 16. Oktober 2019 bis zum 30. Juni 2020 bei einem Volvo-Händler gekauft wurden, ein Jahr lang die Stromkosten. Ermittelt werden die verbrauchten kWh über die Volvo-On-Call-App. Da die technischen Voraussetzungen für das Angebot aktuell noch geschaffen werden, starten sowohl die Messung als auch die Rückvergütung erst im Juni 2020.

Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch zeigte sich bei einem Pressegespräch – der aktuellen Kritik über die fragwürdige Effizienz von Plug-in-Hybriden zum Trotz – von der Technik als Übergangslösung hin zur reinen Elektrifizierung überzeugt. Für den schwedischen Hersteller bilden die Plug-in-Hybride eine zentrale Säule, um den von der EU festgelegten Grenzwert von 95 Gramm CO2 einerseits, und die von Volvo angestrebte Senkung der CO2-Emissionen pro Fahrzeug um 40 Prozent bis 2025 andererseits, zu erreichen. Eine Motivation der Fahrer zu einem nachhaltigeren Fahrverhalten hält Thomas Bauch dabei für einen wichtigen Baustein.

„Demokratisierung“ des Plug-in-Hybrids

Der Plug-in-Hybridanteil bei Volvo wäre in 2019 durch die Einführung der halbierten Dienstwagensteuer deutlich höher als rund zehn Prozent ausgefallen, wäre die Verfügbarkeit gegeben gewesen. Die Käufer von Plug-in-Hybridmodellen mussten bis zu neun Monate auf ihr Fahrzeug warten. 2020 wird sich das ändern: Die globale Plug-in-Hybridproduktion steigt von zehn auf 20 Prozent, für den deutschen Markt wird sogar eine Produktionskapazität von rund 30 Prozent vorgehalten.

Dies ist unter anderem möglich aufgrund zweier Milliarden-schwerer Lieferabkommen mit den Batterieherstellern LG Chem und CATL, die Volvo Cars vor einigen Monaten abgeschlossen hat. „Wir werden als einer von ganz wenigen Herstellern in allen Modelllinien lieferfähig sein“, so Thomas Bauch. Im kommenden Jahr steigt die Zahl der Plug-in-Hybrid-Modelle bei Volvo von aktuell zehn auf 14 – auch leistungsschwächere Motoren werden dann als Plug-in-Hybridvariante erhältlich sein: „Wir demokratisieren diese Antriebsvariante“, betont der Volvo-Manager.

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 Julia Mauritz

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Redakteurin