Lexus erneuert seine Modellreihe ES und setzt dabei einmal mehr auf japanische Handwerkskunst, Gediegenheit und Komfort. Kunden können die Business-Limousine zudem erstmals mit reinem Elektroantrieb wählen.
Lexus erneuert seine Modellreihe ES.
(Bild: Lexus)
Als der Lexus ES vor acht Jahren in Europa seine Rolle als Nachfolger des GS antrat, hegte Toyotas Premium-Tochter große Hoffnung auf die Business-Limousine. Nicht ohne Grund. Kein Modell im Portfolio der Japaner verkauft sich im Rest der Welt häufiger. Außerhalb Europas gibt es den ES schon seit 1989. Bis heute wurden über drei Millionen Einheiten in sieben Generationen produziert.
Dass der ES vor allem in Deutschland ein Nischendasein führt, lag zum einen an seiner recht aggressiv gestylten Front (Stichwort: Diabolo-Grill), die mächtig polarisierte und sicher den einen oder anderen Geschäftskunden abgeschreckt hat. Zum anderen schließen diverse Dienstwagen-Regularien vieler deutscher Unternehmen manche Importmarken im Business-Segment aus. Alles in allem keine guten Voraussetzungen, um Verkäufe nach oben zu treiben.
Mit der achten Generation des ES, die zu Preisen ab 59.600 Euro jetzt in den Handel geht, könnte Lexus durchaus mehr Bewegung in die Sache bringen. Optisch kommt die auf über fünf Meter gewachsene Limousine (plus 16,5 cm zum Vorgänger) deutlich dezenter daher. Lexus nennt es „Clean Tech trifft auf Elegance“. In der Silhouette gleicht der ES eher einem schlanken, viertürigen Coupé als einem klassischen Stufenheckmodell. Das soll mehr Sportlichkeit rüberbringen. Gleiches gilt für die schmalen, scharf geschnittenen Scheinwerfer. Der Diabolo-Grill ist verschwunden, die doppelte Trapezform ist nur noch marginal zu erkennen. Hinten sorgt ein durchgehendes Lichtband mit dem heute üblichen beleuchteten Schriftzug für Modernität. Insgesamt steht der ES gut proportioniert da, wirkt nicht langweilig.
Gleiches gilt fürs Interieur, ein gelungener Mix aus Minimalismus, horizontalem Layout und hoher Qualitätsanmutung, eine Domäne von Lexus. Das Cockpit dominiert der 14 Zoll große, waagerecht ausgerichtete Bildschirm. Darunter haben die Interieur-Designer häufig benutzte Schalter gepackt, wie jene für die Klimatisierung. Sie wurden als sogenannte Hidden Switches (versteckte Schalter unter der weichen Kunstleder-Oberfläche) konzipiert und feiern ihr Debüt bei Lexus. Im ausgeschalteten Zustand sind sie unsichtbar und leuchten erst mit Einschalten der Zündung auf. Man drückt dann nur leicht auf das jeweilige Symbol, um die Funktion zu aktivieren.
Üppiges Raumangebot
Bedingt durch die gewachsenen Dimensionen gegenüber der Vorgängergeneration lässt es sich im neuen ES wunderbar leben. Das Raumangebot hat Luxusniveau, besonders im Fond. Möglich sind hier sogar verstellbare Rücksitze mit Massage, Heizung und Belüftung. Damit nicht genug: Hinter dem Beifahrersitz steht ein ausfahrbarer Ottomane zur Verfügung. Hierzu klappt die Vordersitzlehne nach vorne, schafft zusätzliche Beinfreiheit und Sicht nach vorne. Die neue Größe hat natürlich auch Einfluss aufs Gepäck. Der Kofferraum wuchs um mehr als zehn Prozent, erreicht 517 Liter.
Technisch steht der Lexus ES auf der weiterentwickelten K-Architektur, die getreu der selbsternannten Multi-Path-Strategie jetzt sowohl Verbrenner als auch Elektromotoren zulässt. Erstmals kann der Kunde die Limousine daher neben dem traditionellen Hybridantrieb (HEV) auch als reines Elektroauto (BEV) bekommen, jeweils mit Vorder- oder Allradantrieb. Beim BEV unterscheidet Lexus zwischen ES 350e und ES 500e. Letzterer steht allerdings erst Mitte nächsten Jahres beim Händler. Ein Plug-in-Hybrid ist nicht vorgesehen. Die geringe Nachfrage lohnt den technischen und logistischen Aufwand nicht.
148 kW/201 PS Leistung
Wie schon beim Vorgänger verrichtet der Hybridantrieb, bestehend aus 2,5-Liter-Benziner plus E-Motor, seine Arbeit zurückhaltend und komfortabel. Die Systemleistung des 330h genannten Modells liegt bei 148 kW/201 PS, nicht üppig, aber in durchgängig tempolimitierten Ländern völlig ausreichend.
Akustisch meldet sich der Vierzylinder lediglich bei forscherem Tritt aufs Gaspedal. Ohnehin passt eine sportliche Fahrweise nicht zum Charakter der japanischen Fünfmeter-Limousine. Nein, der ES liebt das sanfte Dahinrollen, er ist ein Cruiser, ein Gleiter. Und ein sehr leiser obendrein. Seine Entwickler in Japan haben alle Register gezogen, um so viel Komfort wie möglich hineinzupacken, sei es vom Fahrwerk her oder was den Aufwand der Geräuschdämmung angeht. Diese Kunst beherrschten die Akustiker schon vor knapp 40 Jahren sehr gut. Damals galt der erste Lexus, der LS 400 mit seinem Achtzylindermotor als die leiseste Limousine der Welt.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Locker mithalten kann hier der ES 350e. Sein Elektromotor (165 kW/224 PS passt perfekt zur Lexus-Antriebskultur, lässt den Wagen noch eine Spur souveräner und geschmeidiger wirken als mit Hybrid. Ein wenig verwundert könnten einige Kunden wegen der relativ geringen Batteriekapazität (72 kWh) und der recht niedrigen DC-Ladeleistung (150 kW) sein. Die Konkurrenz bietet hier höhere Zahlen. Doch Lexus sagt, man habe aufgrund der globalen Verkaufsstrategie für alle Länder den besten Kompromiss aus Technik, Nachhaltigkeit und Kosten gesucht. Zudem möchte man in Deutschland den ES preislich unterhalb des Wettbewerbs positionieren. Das dürfte gelungen sein. So können Geschäftskunden – sie machen gut 80 Prozent aus – den ES 350e für monatlich 519 Euro netto leasen. Im Privatleasing kostet es 555 Euro brutto bei einer einmaligen Anzahlung von 2.500 Euro.