Licht-Test 2019: Millionenaufwand für die Sicherheit

Autohäuser und Werkstätten prüfen Beleuchtungsanlage im Aktionsmonat Oktober

| Autor: Timo Schulz

Viel Arbeit für die Polizei: An jedem dritten Fahrzeug in Bayern ist die Lichtanlage falsch eingestellt oder defekt.
Viel Arbeit für die Polizei: An jedem dritten Fahrzeug in Bayern ist die Lichtanlage falsch eingestellt oder defekt. (Foto: Promotor)

Wer auch in der dunklen Jahreszeit als Autofahrer eine gute Sicht haben will, kommt am Licht-Test nicht vorbei. Seit 1. Oktober läuft der Aktionsmonat: Bei teilnehmenden Autohäusern und Werkstätten können Autofahrer die Beleuchtung und die Einstellung ihrer analogen Scheinwerfern bis Monatsende kostenlos prüfen lassen.

„Durch die kostenlose Überprüfung des Auto-Lichts geben die Kfz-Meisterbetriebe jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag als geldwerte Leistung an die Autofahrer weiter“, sagt ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

Der Licht-Test umfasst acht wichtige Fahrzeug-Beleuchtungseinrichtungen, darunter vor allem die Scheinwerfer mit Fern- und Abblendlicht, aber auch Bremslichter, Blinker und Schlussleuchten. Kleine Mängel werden meist kostenlos und auf der Stelle beseitigt. Ersatzteile und umfangreiche Instandsetzungs- und Einstellarbeiten, zumal an den modernsten LED- oder Laserleuchten, sind aufgrund des hohen Diagnose- und Arbeitsaufwands mit einem kostenpflichtigen Werkstatttermin verbunden.

Bereits zum Start des Licht-Tests-Aktionsmonat haben zahlreiche Innungen und Landesverbände mit diversen Aktionen auf das Engagement des Kfz-Gewerbes hingewiesen. Dabei hatten sie zahlreiche Unterstützer, nicht zuletzt aus der Politik.

„Wer in der dunklen Jahreszeit sicher unterwegs sein möchte, sollte in den kommenden Wochen die Beleuchtung seines Fahrzeugs überprüfen lassen“, forderte Herbert Reul die Autofahrer in Nordrhein-Westfalen auf. Der NRW-Innenminister eröffnete gemeinsam mit Frank Mund (Präsident des Kfz-Gewerbes NRW), Stephan Stracke (Vizepräsident der Landesverkehrswacht NRW) und Rolf Mauss (Obermeister der Kfz-Innung Köln) den Startschuss für die Aktion im Kölner Autohaus Gebr. Bäckmann-Sassert.

„Jedes dritte Auto falsch eingestellt“

In Schwaben warben Verkehrsminister Winfried Hermann und Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, für die Teilnahme. „Dank des Licht-Tests trägt das Kfz-Gewerbe dazu bei, Fahrzeuge mit Mängeln an der Lichtanlage zu identifizieren, instand zu setzen und deren Fahrer dafür zu sensibilisieren, dass Fahrzeuge mit richtig eingestellten Scheinwerfern und funktionierenden Leuchten für ihn selbst und andere einen Sicherheitsgewinn bedeuten“, betonte Verkehrsminister Hermann.

In Bayern wies Verkehrsminister Hans Reichhart auf die Ergebnisse aus den vergangenen Jahren hin: „Jedes dritte Auto in Bayern ist mit falsch eingestellten oder defekten Beleuchtungseinrichtungen unterwegs.“ Der Licht-Test sei eine wichtige Aktion zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Gemeinsam mit Albert Vetterl, Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern, eröffnete Reichart die Aktion im Freistaat.

Im Norden eröffneten die Aktion Bernd Buchholz, Verkehrsminister Schleswig-Holstein, gemeinsam mit Michael Ihle (Landespressesprecher Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein), Elisabeth Pier (Geschäftsführerin Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein), Jan-Nikolas Sontag (Geschäftsführer Verband des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein) und Uwe Thöming (Landespolizeiamt).

Mit großen Bannern an Autobahnbrücken wird zusätzlich auf die Verkehrssicherheitsaktion aufmerksam gemacht.

Beim Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen warb Präsident und Landesinnungsmeister Karl-Heinz Bley gemeinsam mit dem niedersächsischen Verkehrsminister Bernd Althusmann für mehr Sicherheit auf der Straße. Trotz aller Fortschritte in der automobilen Lichttechnik sei der jährliche Check der Beleuchtungsanlagen unverzichtbar.

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