Automechanika 2026 Mahle stellt neues Werkstattportal vor

Von Malika Matkarimova 2 min Lesedauer

Die Plattform bietet Betrieben künftig technische Daten, Trainings und KI-Support. Zudem zeigt der Zulieferer auf der anstehenden Messe HV-Diagnoselösungen und Konzepte für den mobilen Vor-Ort-Service.

Mit flexibel bestückbaren Servicefahrzeugen können Betriebe künftig die Autos direkt beim Kunden warten und reparieren.(Bild:  Mahle)
Mit flexibel bestückbaren Servicefahrzeugen können Betriebe künftig die Autos direkt beim Kunden warten und reparieren.
(Bild: Mahle)

Der Ersatzteil- und Servicebereich (Lifecycle and Mobility) von Mahle erweitert sein Angebot für freie Werkstätten um mehrere Produkte und Dienstleistungen. Der Stuttgarter Automobilzulieferer will damit Fahrzeugteile, Werkstattausrüstung, Fachwissen und Diagnosetechnik stärker miteinander verknüpfen. Präsentiert werden die Neuheiten vom 8. bis 12. September 2026 auf der Automechanika in Frankfurt am Main (Halle 9).

Kernstück des Messeauftritts ist das neue Werkstattportal, eine cloudbasierte Plattform, die technische Informationen, Schulungsangebote, Reparaturlösungen und persönlichen Support bündelt. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Techniker, Serviceberater und Werkstattinhaber und soll dabei helfen, neue Fahrzeugtechnologien kennenzulernen, effizienter zu arbeiten und zusätzliche Geschäftspotenziale zu erschließen. Zentraler Bestandteil ist ein technischer Support mit KI-gestützten Funktionen und Ticketsystem, über den Werkstätten Zugang zu Expertenwissen sowie Unterstützung bei Diagnose- und Reparaturfragen erhalten sollen.

Ergänzt wird das Angebot durch eine Wissensdatenbank, Online-Schulungen sowie ein Bonusprogramm, über das Nutzer durch Trainings, Aktivitäten und Einkäufe Punkte sammeln können. Das Design ermöglicht auf allen Endgeräten die Nutzung auf Smartphone, Tablet und Desktop. Das Portal soll noch dieses Jahr in Deutschland freigeschaltet werden.

Die Werkstatt kommt zum Auto

Auf das digitale Angebot folgt mit dem Mobile Service ein mobiles Servicekonzept: Statt das Auto in die Werkstatt zu holen, fährt die Werkstatt künftig zum Kunden. Für die Umsetzung stellt Mahle Ausrüstungs- und Werkzeugkonzepte bereit, die sich in neue oder bestehende Servicefahrzeuge integrieren lassen und laut Unternehmen individuell konfigurierbar sind. Je nach Leistungsumfang lassen sich unter anderem Ölwechsel, Bremsenservice, Inspektionen, Diagnose- und Software-Updates, Starterbatterie- sowie kleinere Elektroreparaturen, Glasreparaturen, Klimaanlagenservice und Hochvolt-Batteriediagnose integrieren.

Für den Umgang mit Elektrofahrzeugen führt der Konzern den „Battery Workshop Support“ ein. Dieses System kommuniziert über die CAN-Schnittstelle mit der Hochvoltbatterie – unabhängig davon, ob der Akku noch im Fahrzeug verbaut oder bereits demontiert ist. Die Software identifiziert Fehler und gibt laut Anbieter strukturierte Handlungsempfehlungen, ob die Batterie repariert, getauscht oder an ein Spezialzentrum übergeben werden muss. Auf Wunsch organisiert Mahle auch die Demontage, den Transport sowie die erforderliche Dokumentation der Energiespeicher.

Auch bei der Prüfung von Fahrerassistenzsystemen reagiert Mahle auf neue technische Anforderungen. Gemeinsam mit Rohde & Schwarz hat der Zulieferer ein Verfahren zur standardisierten Überprüfung von Radarsensoren nach Reparaturen entwickelt. Dabei wird das Kalibriersystem Techpro Digital ADAS 2.0 Extra von Mahle mit dem Radar-Tester „Radest“ von Rohde & Schwarz kombiniert. Werkstätten sollen damit erstmals die Funktionsfähigkeit von Radarkomponenten anhand realistischer Verkehrsszenarien prüfen können; die Ergebnisse seien messbar, dokumentierbar und reproduzierbar. Bereits im Einsatz befindliche Techpro-Systeme lassen sich laut Mahle entsprechend nachrüsten.

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