E-Go Mobile Martin Klein führt Aachener Kleinwagenhersteller

Von Andreas Grimm

Die Next E-Go Mobile SE verstärkt die Führungsetage mit einem CEO: Martin Klein arbeitete viele Jahre für Daimler, kennt aber auch das Vertriebsgeschäft. Der Hersteller selbst treibt das Wachstum an verschiedenen Stellen voran.

Martin Klein ist Vorstandschef der Next E-Go Mobile SE.
Martin Klein ist Vorstandschef der Next E-Go Mobile SE.
(Bild: Next E-Go Mobile)

Next E-Go Mobile startet mit einem neuen Vorstandschef in die Adventszeit und in die angestrebte Wachstumsphase. Wie der Hersteller von elektrifizierten Stadtfahrzeugen am 1. Dezember mitteilte, ist Martin C. Klein mit sofortiger Wirkung Chief Executive Officer des Aachener Unternehmens.

Klein ist seit vielen Jahren in der Automobilbranche aktiv, davon war er rund 25 Jahre allein für die Daimler AG tätig. Unter anderem war er Leiter der Verkaufsstrategie bei Daimler Trucks und Vorstand des Bereichs Leichte Nutzfahrzeuge der Daimler-Tochter Sterling Trucks in den USA. Zurück in Deutschland leitete der studierte Volkswirt den Verkauf von Daimler-Spezialfahrzeugen und später eine Daimler-Niederlassung. Dem Handel blieb er danach näher verbunden. Neben beruflichen Tätigkeiten für die Zulieferindustrie saß er im Beirat der Autohandelsgruppe Beresa.

Zu Kleins vordringlichen Aufgaben bei seinem neuen Arbeitgeber gehört es nun, das Absatzwachstum voranzubringen. E-Go hat sich in den letzten Monaten aus der Insolvenz herausgearbeitet und mit frischem Investorengeld die Produktion wieder hochgefahren. Derzeit hat der Hersteller nur das Modell „Life“ im Angebot und ist dabei, das Vertriebsnetz auszubauen – zuletzt gingen zwei Brandstores in Düsseldorf und Hamburg an den Start.

Um trotz eingeschränkter Reichweite – E-Go versteht sich explizit als Hersteller von Fahrzeugen für den urbanen Raum – für Kunden attraktiver zu werden, bietet das Aachener Unternehmen inzwischen auch den Batterietausch bei Servicepartnern als schnellere Alternative zum Laden an der Stromtankstelle an.

Zudem sucht der Hersteller nach neuen Nischen im Vertrieb. Beispielsweise hat E-Go das Modell Life behindertengerecht umbauen lassen, unter anderem mit einem vollautomatischen Rollstuhlverladesystem, Fahrhilfen und bei Bedarf einem elektronischen Lenk- und Bremssystem.

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