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Maserati: Hohe Investitionen in Produkte

| Autor / Redakteur: sp-x/jr / Jens Rehberg

Fiat-Chryser hat einige strategische Weichenstellungen für die Zukunft von Maserati kommuniziert. Der Plan sieht Milliarden-Investitionen, eine Modelloffensive und viel neue Technik vor.

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(Foto: Maserati)

Bereits Anfang 2019 hatte Maserati-Chef Harald J. Wester im Stammwerk in Modena versichert, dass FCA an der Traditionsmarke wie auch den Werken in Italien festhalten will. Jetzt hat der Sportwagenhersteller seine Zukunftspläne weiter konkretisiert und neben Milliardeninvestitionen neue Modelle sowie elektrische Antriebe und autonome Fahrfunktionen angekündigt.

Die Zukunftspläne sehen unter anderem ein fünf Milliarden Euro schweres Investitionspaket vor. Das Geld soll unter anderem in neue Produktionsanlagen in Modena, Cassino und Turin fließen. Die Marke Maserati soll damit auch in Zukunft für „Made in Italy“ stehen, zudem sollen selbst batterieelektrische Modelle die DNA der Traditionsmarke in sich tragen. Schon im August hatte der für Zentraleuropa verantwortliche General Manager Amaury La Fonta im Interview über das Investitionspaket gesprochen – damals war allerdings noch von vier Milliarden Euro die Rede gewesen – eine Milliarde weniger als jetzt angekündigt.

CO2-Bremsen eingeplant

Erstes neues Modell wird der umfangreich überarbeitete Ghibli, der kommendes Jahr startet. Neben konventionellen Antrieben wird es die Limousine der oberen Mittelklasse mit einem Plug-in-Hybridantrieb geben, der über kleinere Strecken rein elektrisches Fahren erlaubt und dank seiner niedrigen Normverbrauchswerte zudem eine für die Marke vorteilhafte CO2-Emissionseinstufung erhält.

Für den in Turin produzierten Ghibli kündigt Maserati automatisiertes Fahren zunächst auf Level 2 an. Zeitnah sollen dann unter anderem weitere autonome Modi wie der automatische Spurwechsel oder ein Sicherheitsstopp möglich werden.

Außerdem hat Maserati ein neues Sportwagenmodell angekündigt. Das soll 2020 verfügbar sein – inklusive konventionellem wie elektrischem Antrieb. Zunächst startet eine Coupé-Variante, 2021 folgt das entsprechende Cabrio.

Kompakt-SUV in der Pipeline

Ebenfalls 2021 wird Maserati außerdem ein kompaktes SUV unterhalb des Levante auf den Markt bringen. Für Entwicklung und den Aufbau entsprechender Produktionsanlagen in Cassino wurde eine Investition von 800 Millionen Euro veranschlagt.

Die gleiche Summe wollen die Italiener außerdem in die Neuauflagen von Granturismo und Grancabrio investieren, die also langfristig im Portfolio bleiben. Gleiches wird auch auf die Baureihen Quattroporte und Levante zutreffen, die in den kommenden Jahren Frischzellenkuren erhalten.

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