May & Olde steigert Umsatz und Absatz

Autor / Redakteur: Stephan Richter / Andreas Wehner

Die Autohausgruppe hat 2011 ihren Umsatz gegenüber 2010 um 12,5 Prozent erhöht. Ohne das neue BMW-Preissystem und mit einem besseren Zugriff auf junge Gebrauchtwagen wäre das Ergebnis noch besser ausgefallen.

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Sind verantwortlich für die May & Olde-Gruppe (v.l.): Hans-Otto Olde und Christian Rönsch. (Foto: Richter)
Sind verantwortlich für die May & Olde-Gruppe (v.l.): Hans-Otto Olde und Christian Rönsch. (Foto: Richter)

Der BMW- und Mini-Händler May & Olde aus Schleswig-Holstein hat 2011 mit zwei neuen Standorten die verkauften Stückzahlen in allen Bereichen erhöht und den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Dieser belief sich auf 97,11 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 12,5 Prozent gegenüber 2010. Inklusive Großkunden konnte Schleswig-Holsteins größter BMW- und Minihändler 1.204 Neuwagen (+ 21%) sowie 1.936 Gebrauchtfahrzeuge (+7,3%) ausliefern und 27.393 Werkstattdurchgänge (+6,8%) verzeichnen.

Neben der Übernahme von zwei Standorten in Quickborn und Kaltenkirchen stand bei der Autohausgruppe im vergangenen Jahr das zehnjährige Firmenjubiläum und die Umsetzung des neuen Preissystems des Herstellers auf dem Programm.

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„Es ist uns gelungen unsere Marktposition zu festigen und weiter auszubauen sowie die Präsenz in der Region zu steigern. In unserem Verkaufsgebiet haben wir mit einem Marktanteil von 9,4 Prozent unseren Mitbewerber im Premiumsegment auf den dritten Platz verdrängt“, so Christian Rönsch, geschäftsführender Gesellschafter der May & Olde-Gruppe.

Gebrauchtwagengeschäft nicht zufriedenstellend

Großes Potenzial sieht Rönsch vor allem im Gebrauchtwagengeschäft. „Zwar konnten wir die Stückzahlen steigern, jedoch haben sich die Erträge nicht im gleichen Maße eingestellt. Der Zukauf von Gebrauchtfahrzeugen hat sich 2011 schwierig dargestellt. Daher sind wir mit dem Gebrauchtwagensegment nicht ganz zufrieden“, so Rönsch.

Als wichtige Säule für ihren Erfolg benennen Christian Rönsch und Hans-Otto Olde, Firmengründer und Gesellschafter, ihre Mitarbeiter. Um die komplette Mannschaft kontinuierlich zu motivieren, riefen die beiden Unternehmer vor einigen Jahren die Aktion „Best Job“ ins Leben: Die Mitarbeiter können vier Mal pro Jahr bei der Geschäftsführung einen Kollegen vorschlagen, der sich auf besondere Weise für das Unternehmen engagiert hat. Im ersten Quartal 2012 erhielt Stephan Schneider, Kfz-Mechaniker am Standort in Heide, die Auszeichnung sowie eine Vergütung von 500 Euro. Damit ehrten Rönsch und Olde ihn für seinen unermüdlichen Einsatz im Pannendienst während der kalten Wintermonate.

Werben um neue Mitarbeiter

May & Olde beschäftigt an sieben Standorten zurzeit 216 Mitarbeiter, davon 49 Auszubildende. Im Jahr 2012 hat das Autohaus bereits acht Ausbildungsplätze vergeben. „Es wird zusehends schwieriger gute Mitarbeiter zu finden“, erklärt Rönsch. Daher ist das Unternehmen auf regionalen Jobbörsen aktiv und steht mit der BFC in Northeim in Kontakt. „Wir denken sogar darüber nach, in Abi- oder Abschlusszeitungen Stellenanzeigen aufzugeben“, so der Geschäftsführer.

Mit der aktuellen Modellpalette des Herstellers und den kommenden Fahrzeugen sieht Rönsch das Unternehmen May & Olde gut auf 2012 vorbereitet. „Weiterhin im Fokus bleiben bei uns die Adaptierung des neuen BMW-Preissystems, sowie die Integration der neuen Filialen und die weitere Konsolidierung der einzelnen Prozesse“, erklärt Rönsch. Gerade das komplexe Preissystem habe die Geschäftsführung 2011 stark eingebunden und Kapazitäten aus dem Tagesgeschäft abgezogen.

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