Mercedes Maybachs Luxus-Schauraum in Schanghai

Quelle: sp-x 4 min Lesedauer

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Nirgendwo verkauft Mercedes so viele Maybach-Modelle wie in China. Kein Wunder, dass die Schwaben das erste „Atelier“ ihres Luxus-Ablegers deshalb in Schanghai eröffnet haben.

Das weltweit erste „Maybach-Atelier“ eröffnet in Shanghai.(Bild:  Maybach)
Das weltweit erste „Maybach-Atelier“ eröffnet in Shanghai.
(Bild: Maybach)

Es ist laut und hektisch wie immer am Bund – schließlich ist die ehrwürdige Uferpromenade so etwas wie die Lebensader Schanghais und entsprechend heftig pulsiert hier das Treiben der Stadt. Und mittags um drei steht zudem noch die Luft dick und schwül über dem Gelben Fluss, der sich träge zum Meer wälzt.

Doch es braucht nur drei Schritte und die Welt sieht schon ganz anders aus. Denn wem Jackie Zhang die Türen öffnet, der tritt ein in eine Oase der Ruhe, genießt eine fein parfümierte Kühle und während draußen vor den großen Fenstern hochfrequent das Leben pulsiert, stellt sich hier im Nu der Ruhepuls ein. Nur dass Zhang nicht für jeden die Türen öffnet.

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„Wir wollen mehr sein als ein klassischer Showroom“

Zhang ist die Chefin des weltweit ersten Maybach-Ateliers, das der Stuttgarter Autohersteller zusammen mit dem größten Händler in der 27-Millionen-Metropole im letzten Herbst eröffnet hat. Gemeinsam haben sie der High Society eine zweite Heimat geschaffen.

„Wir wollen mehr sein als ein klassischer Showroom“, sagt die polyglotte Managerin, deren Kollegen auf dezenten Zuruf frisch gebrühten Espresso oder gekühlten Jahrgangs-Champagner aus der Kulisse zaubern. Diese ist geprägt durch sanft geschwungene Bildschirme, die die Räume teilen, ständig neue Perspektiven eröffnen und die Räumlichkeiten mit spektakulären Illustrationen illuminieren.

Die Hausherrin sieht das Atelier im Bund Finance Center, das sieben Tage die Woche von 10 bis 22 Uhr geöffnet hat, als Wohnzimmer der Wohlhabenden, die sich hier ganz diskret zu Besprechungen zusammentreffen oder einfach nur ein bisschen Ruhe finden können, bevor sich wieder ins Getümmel der Großstadt stürzen.

Den kleinen Hunger zwischendurch stillt ein Sterne-Restaurant im zweiten Stock. Alle paar Wochen wird das Atelier gar vollends zum Club, wenn Zhang Künstler oder Designer einlädt, Vernissagen und Verköstigungen veranstaltet, komplementäre Marken aus anderen Luxuswelten hofiert oder zur Wochenendausfahrt in einer Maybach-Flotte bittet.

„Wir bieten hier einzigartige Momente, die auf den Lebensstil unserer Kunden abgestimmt sind“, beschreibt Markenchef Daniel Lescow das Konzept. „Mit diesem maßgeschneiderten Retail-Format zelebrieren wir künstlerische Interpretationen; wir fügen der für Maybach typischen Exzellenz eine Prise Magie hinzu und schaffen Momente, die das umfangreiche Erbe und die progressive Zukunft der Marke erlebbar machen.“

Zwei Kaufverträge pro Woche

Aber klar, Autos kaufen können die Chinesen bei Mrs. Zhang und ihren dezidierten Maybach-Consultants natürlich auch – und machen davon reichlich Gebrauch: „Wir schreiben hier im Schnitt zwei Kaufverträge pro Woche und kommen in guten Monaten auf zwölf Zulassungen“, sagt die Chefin und dürfte ihren Kollegen in München oder Manhattan damit den Neid ins Gesicht treiben.

Und dabei ist das noch ein verschwindend geringer Anteil am Geschäft in der Stadt. Allein die drei Autohäuser ihrer Gruppe kommen auf 100 Maybach-Verkäufe pro Monat. Und in Peking, Guangzhou oder Chengdu sieht es nicht anders aus. Kein Wunder also, das im letzten Jahr mehr als jeder zweite Maybach nach China verkauft wurde.

Zwar gelten gut 100 der über 700 Mercedes-Händler im Reich der Mitte als autorisierte Maybach-Händler. „Doch unser Service ist einzigartig“, sagt Zhang und öffnet die vom Hauptportal der verbotenen Stadt in Peking inspirierten Holztore ins Séparée, das groß genug ist für die Maybach S-Klasse by Virgil Abloh und einen Konferenztisch.

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