Mazda Elektro-Prototyp: Summ-Summ statt Zoom-Zoom

E-Auto kommt im kommenden Jahr in den Handel

| Autor: sp-x

Bei ersten Probefahrten entpuppte sich Mazdas kommendes Elektroauto als alltagstauglich.
Bei ersten Probefahrten entpuppte sich Mazdas kommendes Elektroauto als alltagstauglich. (Bild: Mazda)

Dass Mazda unter den japanischen Automarken eine Art Außenseiterrolle einnimmt, zeigen bereits recht deutlich das puristische Design und die vom Mainstream abweichenden Antriebe. Mazda verwendet serienmäßig den weltweit einzigen Zwitter aus Diesel- und Ottomotor, der die Vorteile beider Verbrennungsarten miteinander kombiniert. Und bis vor wenigen Jahren verrichtete unter einem Mazda-Modell ein Wankelmotor seinen Dienst.

In Sachen Elektromobilität übten sich die Strategen aus der Konzernzentrale in Hiroshima jedoch in Zurückhaltung. Man meinte, vorerst auch ohne Hybridisierung oder gar vollem batterieelektrischen Antrieb die von Brüssel vorgeschriebenen CO2-Emissionen einhalten zu können. Doch wie bei vielen anderen Herstellern wählen die Autokäufer auch bei Mazda zu einem großen Teil SUVs. Und die verbrauchen konstruktionsbedingt mehr Sprit als gleichgroße Limousinen und Kompaktwagen. Mazda ist also mehr oder weniger gezwungen, Modelle anzubieten, die kein CO2 ausstoßen, Elektroautos eben.

Schon seit 2017 kooperiert man daher mit Toyota und ist dabei, eine gemeinsame Architektur für zukünftige Elektroautos zu entwickeln. Bis diese marktreif ist, wird es aber einige Jahre dauern. Mazdas erstes EV (Electric Vehicle) entspringt daher noch einer eigenen Plattform. Als Versuchsträger dienen derzeit einige CX-30-Modelle. Unter ihnen steckt bereits der zukünftige elektrische Antrieb.

Endgültige Karosserieform noch nicht bekannt

Welcher „Hut“, sprich welche Art von Karosserie letztlich auf das neue Chassis gesetzt wird, will Mazda Ende Oktober auf der Automesse in Tokio zeigen. Es soll sich dabei angeblich um eine Crossover-Version handeln, die in der Größe dem CX-30 entspricht, sich aber dennoch deutlich von diesem unterscheidet. „Wir wollen unseren elektrischen Modellen optisch einen anderen Auftritt verleihen als den Verbrennern“, verrät Produktmanager Hiroyuki Matsumoto.

Eine eigene Strategie fährt man auch beim Thema Batterie. Während Konkurrenzmodelle wie beispielsweise ein Hyundai Ioniq und Kona oder ein Kia Soul Electric jeweils in ihrem Wagenboden Batteriegrößen mit einem Energieinhalt von 64 kWh tragen, entschieden sich Mazdas Techniker für lediglich 35,5 kWh. Das spart Kosten und lässt den Verkaufspreis auf erschwinglichem Niveau. Eine Summe wird zwar noch nicht genannt, sie dürfte aber um die 35.000 Euro liegen.

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