Mazda und Suzuki schludern bei Abgas-Tests

Autor: Christoph Seyerlein

Immer mehr japanische Hersteller müssen Fehler bei Abgas-Tests eingestehen. Nach zuletzt Subaru und Nissan erwischte es nun auch Mazda und Suzuki. Das Wort Manipulation will bei den Autobauern aber niemand hören.

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In der Mazda-Produktion lief bei der Abgas-Kontrolle nicht alles sauber.
In der Mazda-Produktion lief bei der Abgas-Kontrolle nicht alles sauber.
(Bild: Mazda)

Erneut müssen japanische Hersteller Fehler bei den Abgastests in ihren Fabriken einräumen. Wie nun Mazda und Suzuki mitteilten, kam es bei ihnen in der Produktion zu Ungereimtheiten – Autos sollen teilweise zu kurz oder zu lang auf dem Prüfstand gestanden haben und mit falscher Geschwindigkeit getestet worden sein. Auch der Motorradhersteller Yamaha gestand derartige Verfehlungen ein.

Bei Mazda kam es nach eigenen Angaben bei 72 Testläufen zu Fehlern, bei Suzuki sollen es sogar rund 6.500 gewesen sein. Beide Hersteller betonen allerdings, dass es sich nicht um eine Manipulation handele, da die Werte teilweise ja sogar zu Ungunsten der Autos verfälscht worden waren. Rückrufe soll es wegen der Schlampereien nicht geben.

Mazda führt die Mauscheleien auf zwei Gründe zurück: Zum Einen sei das Messsystem nicht so eingerichtet gewesen, dass die Ergebnisse automatisch ungültig werden, wenn die Geschwindigkeit des Autos nicht im vorgeschriebenen Korridor lag. Zweitens hätte es in der Verantwortung des jeweiligen Prüfers gelegen, solche Fehler zu erkennen.

Um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, will der japanische Hersteller künftig sicherstellen, dass die Testergebnisse automatisch annulliert werden, sobald das System falsche Parameter erkennt. Zudem verspricht Mazda, mehr Personal für die Kontrolle der Messverfahren einzustellen.

Fehler auch bei Subaru und Nissan

Die aktuellen Vorfälle sind nicht die ersten ihrer Art, die dieses Jahr die japanische Autoindustrie treffen. Subaru hatte bereits im Mai Abgas-Verfehlungen zugegeben, zuletzt erwischte es auch Nissan. Für den größten Skandal hatte in der jüngeren Vergangenheit aber Mitsubishi gesorgt. Das Eingeständnis des Herstellers vor rund zwei Jahren hatte die Marke schwer in Schieflage gebracht und unter anderem dafür gesorgt, dass sich Nissan vergleichsweise günstig bei Mitsubishi einkaufen konnte.

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 Christoph Seyerlein

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«