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Mercedes: E-Call-System sorgt für Rückrufe

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

A-Klasse und E-Klasse benötigen ein Softwareupdate, weil deren E-Call-Systeme falsche Fahrzeugpositionen an Einsatzkräfte übermitteln könnten.

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Bei der neuen A-Klasse besteht die Gefahr, dass das E-Call-System nicht die korrekte Fahrzeugposition übermittelt.
Bei der neuen A-Klasse besteht die Gefahr, dass das E-Call-System nicht die korrekte Fahrzeugposition übermittelt.
(Bild: Daimler)

Eigentlich soll das E-Call-System selbstständig Retter zur Unfallstelle rufen. Nun ist es selbst Gegenstand eines Rückrufs und zwar bei europaweit über 10.000 Einheiten der E-Klasse und einer unbekannten Stückzahl der neuen A-Klasse. Bei den Modellen aus dem Bauzeitraum 15. Februar 2017 bis 19. Januar 2018 (E-Klasse) beziehungsweise Januar bis April 2018 (A-Klasse) besteht die Gefahr, dass nach dem Crash nicht die tatsächliche Fahrzeugposition an die Mercedes-Benz Notrufzentrale übermittelt wird.

Man habe festgestellt, dass bei bestimmten Fahrzeugen der Baureihe 213 mit SD-Karten-Navigation ein Fehler in der Navigationssoftware vorliegen könnte, erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage. „Bei Entnahme der SD-Navigationskarte würde dann die aktuelle Fahrzeugposition gespeichert und bis zum erneuten Stecken der SD-Navigationskarte nicht mehr aktualisiert werden.“ Bei der A-Klasse (BR177) entspreche die Software des E-Call-Kommunikationsmoduls nicht der Spezifikation.

Bei den Modellen müsse daher die Software des Navigationsgerätes beziehungsweise des Kommunikationsmoduls aktualisiert werden, damit Einsatzkräfte nicht an der falschen Stelle nach einem verunglückten Fahrzeug suchen. Das Update soll in beiden Fällen etwa eine halbe Stunde dauern.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist