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Mercedes Lkw: Sparsamer und sicherer

| Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Mercedes hat seinen Heavy-Duty-Motor OM 471 überarbeitet und mehr Drehmoment bei verringertem Verbrauch herausgeholt. Außerdem stellte das Unternehmen ein neues Sicherheitssystem vor.

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Ein neuer Abbiegesassistent soll Mercedes-Trucks künftig sicherer machen.
Ein neuer Abbiegesassistent soll Mercedes-Trucks künftig sicherer machen.
(Foto: Daimler)

1.100 Liter weniger Kraftstoffverbrauch im Jahr verspricht Mercedes für seine neue Generation des Heavy-Duty-Motors OM 471 – wenn dieser in einer Fernverkehrs-Sattelzugmaschine eingebaut ist, die pro Jahr 130.000 Kilometer zurücklegt.

Merkmale des überarbeiteten Aggregates sind zwei oben liegende und gebaute Nockenwellen, ein Common-Rail-Einspritzsystem mit Druckverstärkung „X-Pulse“, ein asymmetrischer Abgasturbolader sowie eine Abgasreinigung mit SCR-Technik, Abgasrückführung und Partikelfilter, die die Abgasvorschriften nach Euro VI erfüllt.

Das wichtigste Ziel der Weiterentwicklung war nach Unternehmensangaben, die Motoren konsequent auf niedrige Betriebskosten auszurichten.

2.700 bar Einspritzdruck

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Motoren ist das weiterentwickelte Einspritzsystem „X-Pulse“. Dieses Common-Rail-System bietet eine Druckverstärkung im Injektor und eine freie Modellierbarkeit der Einspritzungen. Den maximalen Raildruck steigerten die Entwickler von 900 auf 1.160 bar, was zu einem maximalen Einspritzdruck von 2.700 bar führt. Die Einspritzdüse haben nunmehr acht statt sieben Löcher, um den maximalen Durchfluss zu erhöhen, und eine neue Geometrie der Kolbenmulden ermöglicht ein von 17,3:1 auf 18,3:1 angehobenes Verdichtungsverhältnis. Zusammen mit einer reduzierten Rate der Abgasrückführung (AGR-Rate) sollen diese Maßnahmen zu einer Verbesserung des Wirkungsgrads im gesamten Motorkennfeld geführt haben. Im Ergebnis sinkt der Kraftstoffverbrauch laut Werksangaben um bis zu drei Prozent.

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Da der Motor konsequent auf niedrigen Kraftstoffverbrauch ausgelegt ist, steigen im Gegenzug die NOx-Rohemissionen an. Dem soll die SCR-Technik mit einem neuartigen SCR-Katalysator entgegenwirken. Dadurch liegt der Verbrauch von AdBlue mit etwa fünf Prozent vom Kraftstoffverbrauch auf der Höhe der früheren Euro-V-Motoren.

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