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Mercedes-Rückruf: Abhilfemaßnahme ohne Werkstattaufenthalt

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Aufgrund eines Softwarefehlers könnten bei einem Unfall keine Sprachverbindung zur Notrufzentrale aufgebaut und keine Fahrzeugdaten übertragen werden. Das Update erfolgt über eine mobile Datenverbindung.

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Der Wagen kann stehen bleiben: Mercedes will Probleme mit dem „E-Call“ ohne Werkstattbesuch beheben.
Der Wagen kann stehen bleiben: Mercedes will Probleme mit dem „E-Call“ ohne Werkstattbesuch beheben.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Mittels eines „Flashen over the air“ (FOTA) will Daimler ein Problem bei A-, B-, E und S-Klasse, sowie AMG GT, CLA, GLA, SL und SLC mit dem Notrufsystem („E-Call“) beheben. Das Softwareupdate für das Kommunikationsmodul des Notrufsystems erfolge über die mobile Datenverbindung des Fahrzeuges. „Die Aktualisierung startet automatisch. Ein Werkstattbesuch für die Durchführung des Rückrufs ist daher nicht erforderlich“, erklärte ein Sprecher von Mercedes-Benz auf Nachfrage.

Bis kurz vor der Auslieferung an den Kunden befinden sich alle neuen Mercedes-Fahrzeuge im so genannten Transportmodus. Der automatische und manuelle Notruf könnte allerdings aufgrund des Softwarefehlers bei allen Modellen aus dem Produktionszeitraum von März 2017 bis September 2018 auch nach Abschalten des Transportmodus nicht funktionieren. „Dies hätte zur Folge, dass keine Sprachverbindung zur Mercedes-Benz-Notrufzentrale aufgebaut und keine Fahrzeugdaten übertragen werden können“, sagte der Sprecher. Eine Stückzahlangabe machte Mercedes wie immer nicht.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist