Mercedes: Rückrufe für CLA, E- und S-Klasse

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Dr. Dominik Faust

Die Baureihen 207 (E-Klasse) und 217 (S-Klasse) müssen wegen Problemen mit der Motorraumverkleidung bzw. des Gurtbringers in die Vertragswerkstatt. Auch für den CLA Shooting-Brake (BR X117) gibt es einen Rückruf: ihn plagt die mangelnde Stabilität der Rücksitzlehne.

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2015 Mercedes S-Class Coupe S500 - Geneva Motor Show 2014
2015 Mercedes S-Class Coupe S500 - Geneva Motor Show 2014
(Bild: 2015 Mercedes S-Class Coupe S500 - Geneva Motor Show 2014 / https://www.flickr.com/photos/114264438@N03/ / BY 2.0)

Mercedes-Benz ruft aktuell Coupé und Cabrio der E- und S-Klasse (BR 207 und 217) sowie den CLA Shooting-Brake (BR X117) zurück. Bei der S-Klasse könnte der Gurtbringer vor Fahrtantritt nicht wieder wie vorgesehen einfahren. „Sollte sich ein Gurtbringer während der Fahrt im ausgefahrenen Zustand befinden, würde der Sicherheitsgurt nicht wie vorgesehen am Körper anliegen“, begründete ein Daimler-Sprecher den Rückruf.

Bei den betroffenen Fahrzeugen werde „die Ansteuerung des Gurtbringers durch eine neue Codierung des entsprechenden Steuergerätes“ angepasst, hieß es. Der vorgesehene Werkstattaufenthalt ist mit 30 Minuten angesetzt. Die Nobelmodelle wurden zwischen Februar 2015 und März 2016 gebaut.

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Auch der zweite Rückruf betrifft nur Coupés und Cabriolets, allerdings der E-Klasse (BR 207) aus dem Produktionszeitraum Juni bis September 2016. Bei Fahrzeugen mit Sechs- und Acht-Zylinder-Motor könnte eine fehlerhafte hintere untere Motorraumverkleidung ohne korrekte Aussparung für die Abgasanlage verbaut worden sein. „Unter bestimmten Betriebsbedingungen wie zum Beispiel das Fahren unter Volllast oder im Anhängerbetrieb könnten die am Katalysator entstehenden Temperaturen zu einem Entzünden der Motorraumverkleidung führen“, so der Sprecher. Für die Prüfung und den gegebenenfalls notwendigen Tausch der Verkleidung sind 60 Minuten angesetzt.

Bei der dritten Aktion geht es um CLA Shooting-Brake mit Laderaumpaket, die im Februar 2016 vom Band liefen. „Sollte es bei einem Frontalcrash zu einer starken Belastung der Fondsitzlehne durch schwere Gegenstände im Kofferraum kommen, könnte sich deren Haltebügel vom Rohbau lösen und die Fondsitzlehne umklappen“, erklärte der Sprecher. Die Schrauben der Haltebügel für die Fondsitzlehne werden im Rahmen einer einstündigen Reparatur erneuert.

Angaben zur betroffenen Stückzahl machte der Hersteller in allen drei Fällen keine. Nach unseren Informationen ist zumindest die CLA-Aktion überschaubar: Weltweit sollen von ihr etwa 140 Einheiten betroffen sein.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist