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Minister Altmaier erfährt brennende Kfz-Branchenthemen aus erster Hand

Autor / Redakteur: Ernst Rothenburger / Andreas Grimm

ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die akuten Probleme des Kfz-Handels verdeutlicht. Neben den Restwerten gebrauchter E-Autos ging es um den Stichtag für die Zahlung der Innovationsprämie sowie den Dauerbrenner Online-Zulassungen.

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ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn (li.) und Helmut Peter, Präsident des Kfz-Landesverbands Thüringen (re.), erläuterten Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Problematik fallender Restewerte von gebrauchten E-Autos in Zeiten hoher Neuwagen-Prämien.
ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn (li.) und Helmut Peter, Präsident des Kfz-Landesverbands Thüringen (re.), erläuterten Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Problematik fallender Restewerte von gebrauchten E-Autos in Zeiten hoher Neuwagen-Prämien.
(Bild: ZDK)

ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn und Helmut Peter, Präsident des Kfz-Gewerbes Thüringen, haben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Problematik der Preisentwicklung von gebrauchten Elektrofahrzeugen vor Augen geführt. „Aus der Förderpraxis resultieren weiterhin hohe Verluste für unsere Händler, denn der Mindestnachlass für junge Gebrauchtwagen übersteigt deutlich die branchenübliche Gesamtmarge für elektrisch betriebene Fahrzeuge“, rechneten sie dem Minister vor.

Ein pauschaler Abschlag in Höhe von 20 Prozent zuzüglich des Hersteller-Anteils am Umweltbonus entspreche keineswegs der markttypischen Restwertkurve von Kraftfahrzeugen, erläuterten die Händler anlässlich eines Wirtschaftsgespräch mit dem Minister am 17. Oktober in Erfurt. Peckruhn richtete als Sprecher des Fabrikatshandels im Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) daher die dringende Bitte an den Minister, die Notwendigkeit eines Mindestnachlasses erneut zu überprüfen. Zumindest eine Staffelung der Mindestnachlässe nach Fahrzeugalter würde dem markttypischen Wertverlust von Kraftfahrzeugen gerecht werden.

Darüber hinaus nutzen die beiden Branchenvertreter die Gelegenheit, den Minister für weitere Branchenthemen zu sensibilisieren. Ins Gespräch gebracht wurde etwa die mögliche Verlängerung der Innovationsprämie über den 31.12.2021 hinaus aufgrund der langen Lieferzeiten für Elektrofahrzeuge.

Altmaier gibt Versprechen ab

Außerdem wies der ZDK-Vizepräsident darauf hin, dass viele Kunden wohl nicht bis zum Stichtag 31.12.2020 in den Genuss der dreiprozentigen Absenkung der Mehrwertsteuer kommen würden, weil sich einige Hersteller auch wegen des Lockdown im Frühjahr nach wie vor in Lieferverzug befinden. Vielen Käufern sei nicht bewusst, dass der Auslieferungs- und nicht der Bestelltermin für die Nachlassgewährung ausschlaggebend sei.

Nicht zuletzt brachten die ZDK-Spitzen dem Minister das Thema Online-Zulassung im Autohaus nahe. Minister Altmaier versprach, die sein Haus betreffenden Themen zu prüfen und die weiteren angesprochenen Punkte an die zuständigen Ressortkollegen im Kabinett zu übermitteln.

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