Mitsubishi Outlander PHEV: Absatz soll spürbar wachsen

Autor: Christoph Seyerlein

Mitsubishi verändert zum Baujahr 2019 einige Dinge an seinem Plug-in-Hybrid-SUV, beispielsweise den Motor. Aber auch die Preise sind neu. In Deutschland will der Importeur damit den Absatz des Modells im deutlich nach oben schrauben.

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(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Wie preist man die Neuauflage eines Bestsellers richtig an? Vor dieser Aufgabe steht aktuell Mitsubishi, ändern sich beim meistverkauften Plug-in-Hybrid Europas, dem Outlander PHEV, zum Baujahr 2019 doch einige Dinge. Der deutsche Importeur in Friedberg wählt dabei die offensive Variante. Bei der Vorstellung des Autos sagte Produktmanager Stephan Denzer: „Wir sind überzeugt, dass der neue Outlander PHEV das beste Hybrid-SUV aller Zeiten ist.“ Mit freundlichen Grüßen an Porsche Cayenne und Co.

Nach mehr als 100.000 Verkäufen in Europa seit der Markteinführung 2013 darf man freilich auch selbstbewusst sein. In Deutschland ist die Marke aber mit der bisherigen Performance des Fahrzeugs offenbar noch nicht komplett zufrieden und will mit der neuen Generation mehr. Nachdem von den 9.500 hierzulande verkauften Outlandern im vergangenen Jahr rund 2.200 ein Plug-in-Hybrid waren, will Mitsubishi das Volumen im ersten vollen Verkaufsjahr 2019 auf etwa 3.000 Einheiten steigern. In den Handel kommt das Auto bereits Ende kommender Woche.

Mitsubishi Outlander PHEV: Es gibt auch noch Upsizing
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Denzer ist von der Technik überzeugt: „Perspektivisch ist es gut denkbar, dass noch weit mehr als jeder Dritte verkaufte Outlander in Deutschland ein Plug-in-Hybrid sein wird.“ Allerdings hänge das auch zu nicht unerheblichen Teilen von den Rahmenbedingungen ab, beispielsweise wie es mit dem Diesel weitergehe.

Mitsubishi hat in der Hinsicht beim Outlander bereits eine klare Entscheidung getroffen: Die neue Generation bekommt keinen Diesel mehr. Auch deshalb erhofft sich der Importeur eine Steigerung beim Plug-in-Hybrid.

Neuer Benziner, stärkerer E-Motor

Punkten soll er unter anderem mit einem neuen Motor. Ein 135-PS-starker 2,4-Liter-Benziner ersetzt das bisherige 2-Liter-Aggregat. Im Niedrig- und Teillastbereich arbeitet der Outlander im Atkinson-Zyklus. Mitsubishi verspricht sich davon mehr Effizienz. Außerdem hat der Hersteller auch die Leistung des Elektromotors auf der Hinterachse erhöht, er leistet nun 70 kW (95 PS) statt bisher 60 kW (82 PS). Gemeinsam mit dem 60-kW-E-Motor an der Vorderachse kann der Outlander PHEV so nun bis zu 135 km/h reinelektrisch fahren, auch ein Sportmodus ist neu verfügbar.

Die Kapazität der Batterie liegt nun bei 13,8 kWh (bisher: 12). Die elektrische Reichweite liegt damit bei 54 Kilometern nach NEFZ, kombiniert soll der Outlander 800 Kilometer weit kommen. Nach dem neuen Zyklus WLTP schafft der Outlander PHEV im innerstädtischen Betrieb 57 Kilometer reinelektrisch und qualifiziert sich damit als einer von nur wenigen Plug-in-Hybriden auch weiterhin für ein E-Kennzeichen. Der kombinierte Verbrauch liegt laut Mitsubishi bei 1,8 Litern, der CO2-Ausstoß bei 40 Gramm pro Kilometer.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«