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Mitsubishi streicht den Diesel vorerst, Suzuki dauerhaft

Autor: Christoph Seyerlein

Wieder einmal gibt es Diesel-Abschiede zu vermelden. Suzuki streicht den Selbstzünder wahrscheinlich dauerhaft aus dem Programm, der Diesel-Anteil war bei der Marke zuletzt allerdings auch verschwindend gering. Bei Mitsubishi ist der Diesel vorübergehend bis 2019 nicht bestellbar.

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Anfang 2019 soll der Diesel bei Mitsubishi im Eclipse Cross sein Comeback geben.
Anfang 2019 soll der Diesel bei Mitsubishi im Eclipse Cross sein Comeback geben.
(Bild: Mitsubishi)

Mit Mitsubishi und Suzuki verabschieden sich zwei weitere Marken in Europa vom Diesel. Während sich Mitsubishi nur eine Auszeit nimmt, ist es bei Suzuki aller Voraussicht nach eine endgültige Geschichte. Zuerst hatte die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ über die Thematik berichtet.

Bei Mitsubishi lag der Diesel-Anteil an den Neuzulassungen in Europa regelmäßig bei rund 30 Prozent. In Deutschland waren zuletzt noch knapp 14 Prozent aller neu verkauften Mitsubishi-Modelle ein Diesel. Allerdings ist es dem Hersteller schlicht zu teuer, die Aggregate für Outlander, ASX und L200 für den neuen Abgas-Standard Euro-6d-Temp fit zu machen. Das hatte der deutsche Importeur bereits Anfang des Jahres angekündigt. Nun gibt es vorerst keinen Diesel mehr bei den Japanern zu bestellen. Allerdings ist das nur ein Abschied auf Zeit. Wie Mitsubishi Deutschland »kfz-betrieb« auf Nachfrage bestätigte, bleibt der Selbstzünder für den Eclipse Cross gesetzt. Mit einer Markteinführung rechnet der Importeur Anfang 2019, der Motor soll dann auch die aktuelle Norm erfüllen.

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Anders sieht es bei Suzuki aus. Hier dürfte der Rückzug endgültig sein. Für Thomas Wysocki, Marketing- und Vertriebschef von Suzuki Deutschland, ist das aber kein Grund zur Sorge. „Wir hatten zuletzt ja nur noch den SX4 S-Cross und den Vitara mit Diesel im Angebot. Der Diesel-Anteil lag bei beiden Modellen aber nur bei etwa fünf Prozent“, erklärte Wysocki im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Die Entscheidung sei deshalb und aufgrund der allgemeinen Schwächephase des Selbstzünders in Europa nachvollziehbar. Global gesehen wird es zumindest an der ein oder anderen Stelle aber weiter Suzuki-Modelle mit Dieselantrieb geben. In Indien, dem wichtigsten Markt für das Fabrikat, liegt der Dieselanteil der Marke bei rund 30 Prozent. Darauf will Suzuki auch in Zukunft nicht verzichten.

Da die Diesel-Stopps bei beiden Fabrikaten in Deutschland bereits vollzogen sind, ist Mazda Deutschland derzeit der einzige Importeur eines japanischen Herstellers, der Modelle mit Selbstzünder im Programm hat.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«