Mitsubishi weist Diesel-Manipulationsvorwürfe zurück

Nach internen Untersuchungen: Keine Hinweise auf „Defeat Device“

| Autor: Andreas Wehner

(Bild: Mitsubishi)

Mitsubishi hat die Vorwürfe des Betrugs durch illegale Abgaseinrichtungen zurückgewiesen. Interne Untersuchungen hätten bislang keine Hinweise auf einen Betrug ergeben, heißt es in einer Pressemitteilung des japanischen Autoherstellers. Kein von Mitsubishi hergestellter Motor sei mit einem so genannten „Defeat Device“ ausgestattet.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt und die Polizei hatten in der vergangenen Woche unter anderem die Zentrale des Importeurs MMD Automobile in Friedberg sowie das europäische Entwicklungszentrum in Trebur durchsucht. Im Raum steht der Vorwurf, dass bei bestimmten Mitsubishi-Modellen illegale Abschalteinrichtungen verbaut sind. Unter Verdacht stehen Fahrzeuge mit 2,2-Liter-Diesel der Abgasnorm Euro 5b sowie 2,2- und 1,6-Liter-Diesel der Abgasnorm Euro 6b.

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Letzterer stammt laut der Mitsubishi-Mitteilung jedoch aus dem PSA-Konzern. Die betroffenen 2,2-Liter-Motoren seien Eigenentwicklungen. Mitsubishi habe dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Technik sowie die Motorsteuerung der betroffenen Aggregate offengelegt. Alle genannten Fahrzeuge seien entsprechend der geltenden Gesetze und Regelungen, inklusive der Abgasvorgaben, vom KBA geprüft worden. bevor sie auf den Markt gekommen seien.

Thema im Handel und bei Kunden

Mitsubishi will die internen Untersuchungen fortsetzen und zudem in vollem Umfang mit den Behörden kooperieren. Die Polizei-Aktion und die Vorwürfe waren auch ein Thema beim Mitsubishi-Händlertag am vergangenen Wochenende in Potsdam. Sowohl im Handel als auch unter den Kunden sorgten die Ermittlungen für Verunsicherung. „Wir können nicht zufrieden sein, wenn auch nur ein Auto nicht den gesetzlichen Regelungen entspricht“, sagte der Geschäftsführer von Mitsubishi in Deutschland, Kolja Rebstock.

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