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Mitsubishi will auch Premium-Kunden anlocken

| Autor: Christoph Seyerlein

Mitsubishi-Deutschlandchef Kolja Rebstock sieht „kein Problem darin, Neukunden von Mitsubishi zu überzeugen“. Dem eigenen Preis-Leistungs-Verhältnis sei dank. Auch Premium-Klientel hat Rebstock im Blick. Die Händler müssen sich unterdessen bei der weiteren Elektrifizierung noch etwas gedulden.

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Mitsubishi-Deutschlandchef Kolja Rebstock will die Qualität der Japaner stärker in den Mittelpunkt rücken.
Mitsubishi-Deutschlandchef Kolja Rebstock will die Qualität der Japaner stärker in den Mittelpunkt rücken.
(Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Nach starken Zuwachsraten in den letzten Jahren verfolgt Mitsubishi Deutschland ehrgeizige Ziele. Gut 43.000 Pkws hat die Marke 2017 in Deutschland verkauft, in diesem Jahr soll es weiter aufwärts gehen. Geschäftsführer Kolja Rebstock sagte am Rande des Genfer Automobilsalons im Gespräch mit »kfz-betrieb«, dass zwar „die Welt nicht untergehe“, wenn Mitsubishi 2018 keine 50.000 Einheiten verkauft. „Ein schöner Meilenstein, über den ich mich riesig freuen würde“ sei jene Marke aber schon, so Rebstock.

Wer mehr verkaufen will, braucht neue Kunden. Und die sucht Mitsubishi unter anderem im Premium-Segment. Mit dem neuen Eclipse Cross hat die Marke nach eigenem Befinden ein Produkt auf Lager, dass sich gerade hinsichtlich seiner Qualität nicht verstecken muss.

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Um jenen Punkt zu untermauern, erzählte Rebstock eine Anekdote: Erst kürzlich habe er einem Tombola-Gewinner persönlich einen Eclipse Cross für vier Wochen zur Verfügung gestellt und abschließend auch wieder abgeholt. Der Mann ist aktuell Fahrer eines deutschen Fabrikats. „Nach der Aktion zeigte er sich total begeistert von der Qualität des Eclipse Cross und meinte, ihm war nicht klar, dass man so etwas nicht nur bei Audi, BMW oder Mercedes bekommt“, so Rebstock.

Für Importeur und Handel gelte es nun, „diesen Überraschungseffekt bei vielen Neukunden zu erzeugen“, so der Geschäftsführer weiter. „Wir bieten hohe Qualität und fünf Jahre Garantie. Bei anderen Marken muss man dafür wesentlich mehr zahlen.“ Er persönlich sehe deshalb „gar kein Problem darin, Neukunden von Mitsubishi zu überzeugen“, sagte Rebstock.

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Mit einem alternativen Antrieb werden Mitsubishi-Händler beim Eclipse Cross in der näheren Zukunft aber nicht auf Kundenfang gehen können. Im Herbst soll trotz aller Diesel-Diskussionen ein Selbstzünder für das SUV kommen. Auch eine Elektrifizierung ist geplant, wann und in welcher Form ist aber noch nicht endgültig geklärt.

Die Wartezeit auf weitere Stromer begründet Kolja Rebstock mit der neuen Struktur, in der sich Mitsubishi befindet. „Die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz besteht ja noch nicht allzu lange.“ Im Normalfall dauere die Entwicklung neuer Fahrzeuge mindestens drei Jahre. „Insofern heißt das: 2020 kommen die nächsten Elektro-Fahrzeuge“, so Rebstock. Beim Eclipse Cross bestehe aber noch Hoffnung, dass es doch schon 2019 so weit sein könnte.

Mehr zu Mitsubishi lesen Sie in unserer Ausgabe 12, die am 23. März 2018 erscheint und unserer „Markt & Marken“-Ausgabe 14, die am 6. April erscheint oder zu den genannten Daten in unseremPLUS-Fachartikel-Bereich.

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