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Mobile.de führt Leasingfunktion ein

Autor: Martin Achter

Barkauf, Finanzierung oder Leasing: Letztere Option können Händler Fahrzeuginteressenten jetzt auch auf Mobile.de bieten. Die Pläne des größten deutschen Fahrzeugmarktplatzes reichen aber weiter.

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Der Onlinemarktplatz Mobile.de führt jetzt eine Leasingfunktion für Händler ein.
Der Onlinemarktplatz Mobile.de führt jetzt eine Leasingfunktion für Händler ein.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Händler können Fahrzeuginteressenten auf Mobile.de Autos jetzt auch im Leasing anbieten. „Händlern helfen Finanzierungsoptionen, Fahrzeuge zu verkaufen – gerade in diesen Zeiten“, sagte Mobile-Geschäftsführer Malte Krüger im Gespräch mit »kfz-betrieb«. „Daher greifen wir das Thema jetzt auf und gehen in eine öffentliche Beta-Testphase. Wir werden das Produkt in den kommenden Wochen und Monaten kontinuierlich weiterentwickeln.“

Händler können die Leasingfunktion demnach über alle Tarifpakete hinweg nutzen. Sie steht für neue Lagerwagen und für Gebrauchtwagen gleichermaßen zur Verfügung. Auf Mobile sind aktuell rund 1,5 Millionen Gebrauchtwagen und 155.000 Neuwagen inseriert.

Die Leasingkonditionen für Kaufinteressenten können Kfz-Betriebe nach Angaben von Mobile im Web über den Händlerbereich pflegen oder sie mittels Fahrzeugverwaltungssystemen über Datendienstleister an den Marktplatz übertragen. Der Nutzer bekommt in den Fahrzeuginseraten dann bis zu drei Kaufoptionen angezeigt: Barpreis, Finanzierung und Leasing.

Nach Wahl der entsprechenden Option richtet der Nutzer seine Anfrage an den jeweiligen Händler. Künftig werde der Nutzer Leasingoptionen auch variabel einstellen können – etwa zur Laufzeit und Laufleistung, sagte Mobile-Chef Krüger.

Perspektivisch auch komplette Onlinetransaktionen geplant

Bei der Leasingfunktion handle es sich allerdings um kein transaktionales Modell; der Kunde schließe online also keinen Leasingvertrag. Stattdessen erhalte der Händler einen vergleichsweise stark qualifizierten Lead.

Jedoch spielt der Online-Autokauf für Mobile zumindest perspektivisch eine Rolle, sagte Krüger. „Hier stellt sich allerdings die Frage, wann der Verbraucher und der Handel bereit dafür sind. Die meisten Konsumenten wollen ihr Auto derzeit noch nicht direkt über das Netz kaufen.“

Dies werde sich in absehbarer Zukunft aber ändern, so Krüger. „Daher entwickeln wir Neuerungen so, dass wir perspektivisch auch Onlinetransaktionen umsetzen können.“

In den vergangenen Monaten habe Mobile getestet, wie die Plattform dem Handel noch hochwertigere Leads liefern könne. Beispielsweise habe der Marktplatz bei Kaufinteressenten erfragt, wie sie ihr Wunschfahrzeug geliefert haben möchten, welche weiteren Services sie benötigen und welches Bezahlmodell sie präferieren. Nutzer und Handel hätten dies positiv bewertet. All dies seien Schritte auf dem Weg zum E-Commerce im Fahrzeugvertrieb über Mobile, also zum Direktkauf online.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«