Rückruf Möglicher Ausfall der Lenkkraftunterstützung des Mercedes EQC

Von Niko Ganzer

Die Gefahr eines Wassereintritts in das Lenkungssteuergerät führt knapp 3.100 Elektro-SUVs in deutsche Vertragswerkstätten. Dort stehen sie dann bis zu acht Stunden.

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Weltweit sind etwa 19.253 Elektro-SUV von dem Rückruf betroffen.
Weltweit sind etwa 19.253 Elektro-SUV von dem Rückruf betroffen.
(Bild: Daimler AG)

Ein aktueller Rückruf für Daimlers Elektroauto Mercedes EQC (Baureihe 293) steht nicht im Zusammenhang mit der Antriebstechnik, sondern mit der Lenkanlage. Zwischen Februar 2019 und Dezember 2020 könnte während des Montageprozesses der Leitungssatz der elektrischen Lenkung beschädigt worden sein, erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage.

Eine beschädigte Isolierung ermögliche einen Wassereintritt in den Leitungssatz und damit über die Zeit auch in das Lenkungssteuergerät, so der Sprecher weiter. „In Folge könnte die Lenkkraftunterstützung – auch während der Fahrt – spontan ausfallen“, sagte er. In diesem Fall würde dem Fahrer eine rote Warnmeldung im Kombiinstrument angezeigt werden.

Auf die Vertragsbetriebe wartet viel Arbeit. Denn der vorgesehene Werkstattaufenthalt für die Prüfung des Leitungssatzes und die gegebenenfalls erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen sollen dem Hersteller zufolge bis zu acht Stunden in Anspruch nehmen. Der Arbeitsauftrag mit dem internen Code „4694013“ steht weltweit für 19.253 Elektro-SUV an. In Deutschland sind es knapp 3.100 Autos.

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