Noch eine neue Marke Motor Nützel erweitert Portfolio mit MG

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die oberfränkische Autohausgruppe experimentiert mit einer weiteren Marke: MG komplettiert das Angebot mit preiswerten Elektrofahrzeugen. Dass die britisch-chinesischen Produkte mit den Kernmarken kollidieren könnten, befürchtet die Geschäftsführung nicht.

Thomas Bezold, Geschäftsführer der Motor-Nützel Handels-GmbH, präsentiert den MG 4 Electric – einen von mehreren Modellen der chinesischen Marke, die neu im Nützel-Portfolio ist.(Bild:  Motor Nützel)
Thomas Bezold, Geschäftsführer der Motor-Nützel Handels-GmbH, präsentiert den MG 4 Electric – einen von mehreren Modellen der chinesischen Marke, die neu im Nützel-Portfolio ist.
(Bild: Motor Nützel)

Motor Nützel erweitert das Produkt- und Markenprogramm. Wie der große Autohändler mit Sitz in Bayreuth mitteilte, ist das Unternehmen nun auch Partner des britisch-chinesischen Fabrikats MG, das in Deutschland überwiegend Elektroautos vertreibt. Das neue Fabrikat wird zunächst im Volkswagen-Zentrum Bayreuth angeboten. MG ist die siebte Pkw-Marke im Portfolio neben Audi, Cupra, Seat, Skoda, Volkswagen und Toyota. Daneben verkauft Motor Nützel noch VW Nutzfahrzeuge und Maxus sowie die Rollermarke Silence.

Mit MG baut Motor Nützel sein Angebot im Bereich der Elektromobilität aus. MG stehe für preiswerte Elektrofahrzeuge, erläutert Motor-Nützel-Geschäftsführer Alexander Pflaum den Schritt. Künftig finden Nützel-Kunden, „die aktiv auf klimaschonende Mobilität setzen“, also eine breitere Auswahl an möglichen Modellen. Über die Marke Maxus ist die Autohausgruppe, die vor allem in Oberfranken aktiv ist, bereits mit dem chinesischen SAIC-Konzern verbunden, der auch hinter MG steht.

Im vergangenen Jahr hatte Nützel das Portfolio um die Marken Maxus, Toyota und Silence erweitert und damit die angestammte Volkswagen-Konzern-Welt ein Stück weit verlassen. Mit MG nehme man einen Hersteller ins Programm auf, der wegen seiner langen Geschichte im Automobilbau bei den Kunden bereits präsent sei, so Pflaum. Zuletzt hatte die Autohausgruppe vor allem das Seat- und Cupra-Geschäft vorangetrieben.

Kannibalisierung ist kein Problem

Keine Sorge hat Pflaum, dass die MG-Modelle den Absatz der anderen Marken des Volkswagen-Konzerns beeinträchtigen könnten: „Wir sind im Zeitalter der E-Mobilität angekommen, das wir aktiv mitgestalten wollen“, sagt er. Deshalb werde die Motor-Nützel-Gruppe breiter aufgestellt, um den zunehmend speziellen Kundenwünschen künftig besser gerecht werden zu können.

Aus Sicht des Importeurs ist die Motor-Nützel-Gruppe sogar „ein echter Wunschpartner“, wird MG-Deutschland-Chef Philipp Hempel in der Mitteilung zitiert. Die Autohausgruppe sei in einem attraktiven Marktgebiet präsent und für den Importeur ein starker Partner, um das Vertriebsnetz weiter auszubauen.

Mit insgesamt 12 Standorten und 25 Filialen gehört Motor Nützel zu den größten Autohäusern in Nordbayern. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im vergangenen Jahr gut 12.000 Pkw verkauften und einen Umsatz von 351 Millionen Euro erwirtschafteten. Die Gruppe geht auf eine 1931 gestartete Motorradwerkstatt von Hans Nützel zurück. Heute gehört die Gruppe vollständig zur „Hans und Emma Nützel Altenstiftung“.

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