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Nach Rekordjahr: Rolls-Royce wappnet sich für den Brexit

| Autor: Andreas Wehner

Die britische BMW-Tochter zieht ihre jährliche Produktionspause vom Sommer in den April vor, um die Folgen eines möglichen ungeordneten Brexits abzumildern. Dabei blickt Rolls-Royce auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück: Der Luxushersteller verkaufte so viele Autos wie noch nie.

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(Bild: Rolls-Royce)

Die britische BMW-Tochter Rolls-Royce bereitet sich nach einem erfolgreichen Jahr auf einen chaotischen Brexit vor. Der Hersteller von Luxusautomobilen will sein Werk in Goodwood in den ersten beiden Aprilwochen schließen, um auf die Folgen eines möglicherweise ungeordneten EU-Austritts reagieren zu können. Das kündigte Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös in einem Interview mit der „Wirtschaftwoche“ an. Eventuelle Lieferengpässe, die aufgrund der ungeklärten Situation entstehen könnten, sollen so abgefedert werden.

Der Brexit ist für den 29. März geplant. Sollte das mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen bei der Abstimmung im britischen Parlament keine Mehrheit finden, befürchten Unternehmen wirtschaftliche Schäden aufgrund der chaotischen Zustände.

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Ein harter Brexit würde die Logistikketten an die Belastungsgrenze führen, erwartet Müller-Ötvös. „Wir haben weltweit über 600 Zulieferer. Würde nur ein Teil der rund 32.000 täglich ankommenden Komponenten fehlen, dann würde in unserem Werk in Goodwood die Produktion zum Stillstand kommen“, sagte der Rolls-Royce-Chef der „Wirtschaftswoche“. Normalerweise stoppt der Autobauer seine Produktion im Sommer für zwei Wochen. Diese Produktionspause will Rolls-Royce nun vorziehen.

Das Unternehmen befindet sich aktuell im Aufwind. Im vergangenen Jahr verkaufte der Luxushersteller 4.107 Fahrzeuge – ein neuer Rekordwert. Verantwortlich dafür war vor allem die neue Modellgeneration des Flaggschiffs Phantom in ihrem ersten vollen Verkaufsjahr. Im Dezember lieferte Rolls-Royce zudem die ersten Einheiten seines SUVs Cullinan aus, das die Verkaufszahlen 2019 weiter nach oben treiben soll.

Um die wachsende Nachfrage zu befriedigen, stellte Rolls-Royce 2018 nach eigenen Angaben 200 neue Mitarbeiter ein. Damit überschritt die Gesamtbelegschaft des Unternehmens erstmals die 2.000-Mitarbeiter-Marke.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«