Nachfolger des Skoda Rapid wird größer und teurer

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Mit der kommenden Generation rückt der Skoda Rapid näher ans Konzernportfolio heran. Das in Paris als Vision RS gezeigte Modell basiert dann auf dem Modularen Querbaukasten – und wird mehr denn je ein direkter Konkurrent für den VW Golf.

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Skoda zeigt auf dem Pariser Salon die Studie „Vision RS“. Sie soll der seriennahe Vorgriff auf den Nachfolger des Rapid sein, der bis Sommer 2019 auf den Markt kommen soll.
Skoda zeigt auf dem Pariser Salon die Studie „Vision RS“. Sie soll der seriennahe Vorgriff auf den Nachfolger des Rapid sein, der bis Sommer 2019 auf den Markt kommen soll.
(Bild: Skoda)

Skodas Golf-Alternative Rapid Spaceback erhält keine sechs Jahre nach dem Start bereits einen Nachfolger. Wie das kompakte Steilheckmodell unterhalb des Bestsellers Octavia aussehen wird, zeigt die tschechische Volkswagen-Tochter auf dem Pariser Salon (4. bis 14. Oktober) mit der Studie Vision RS. Auf den Markt kommt der Fünftürer bereits im Sommer 2019.

Die Paris-Studie sei bereits recht seriennah, gibt Skoda zur Premiere zu verstehen. Vor allem die Grundproportionen und die Linienführung der Karosserie dürfte sich auf dem Weg in den Handel nur noch wenig ändern. Fehlen werden zunächst aber die dezidiert sportlichen Zierteile wie Diffusor, Dachkantenspoiler und die dynamische Frontschürze. Mit ihnen will die Studie quasi nebenbei auch noch auf die Zukunft von Skodas Sportmodell-Reihe „RS“ hindeuten.

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Ob der Spaceback-Nachfolger jemals als RS-Modell zu haben sein wird, ist grundsätzlich noch offen. Tendenziell wendet sich der Rapid eher an eine preissensible Kundschaft, denen dynamischer Eskapismus fremd sein dürfte. In Deutschland war das Modell, das im Frühjahr 2017 ein Facelift erhielt, nur mäßig erfolgreich. Nur etwa acht Prozent des Absatzes bestreitet der Rapid hierzulande – weltweit liegen die Verkäufe in etwa gleichauf mit dem Fabia (hierzulande etwa ein Viertel der Skoda-Neuzulassungen).

Dank einer Handbreit mehr Länge, schärferen Karosseriefalzen und insgesamt dynamischerer Linienführung verspricht die Studie für den neuen Kompakten nun eine deutlich hochwertigere Anmutung als sein Vorgänger. Vom aktuellen Modell wird entsprechend weder die Technik noch der Name in die nächste Generation gerettet. Während letzterer noch unbekannt ist, ist klar, dass die Neuauflage wie Golf und Co. künftig auf dem modularen Querbaukasten basieren wird. Der Rapid Spaceback hingegen nutzt noch eine ältere Kleinwagenplattform des Konzerns.

Für den Antrieb werden im Serienauto, wie auch schon beim Rapid und dem kleineren Fabia, zunächst wohl Dreizylinder-Turbobenziner zum Einsatz kommen. In der Studie setzt Skoda zu Show-Zwecken einen neuen Plug-in-Hybridantrieb mit 1,5-Liter-Turbo plus E-Motor ein, der es auf 180 kW/245 PS bringt und elektrisch bis zu 70 Kilometer weit fahren soll. Für das Serienmodell dürfte diese Kombination zu kräftig und zu kostspielig werden. Eher denkbar ist ein Einsatz in den größeren Limousinen und SUVs der Marke.

Ein Preis für den Rapid-Nachfolger ist noch nicht bekannt. Er wird aber wohl oberhalb seines knapp 17.000 Euro teuren Vorgängers liegen. Der Größen- und Kostenzuwachs am unteren Ende der Skoda-Kompaktklasse dürfte in der Folge auch den Octavia weiter in Richtung Mittelklasse treiben. Die neue Generation wird ebenfalls für das kommende Jahr erwartet.

Zum Vergleich: der Skoda Rapid 2017:

Skoda Rapid: Unverkennbar ein Tscheche
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Höherwertig: der Skoda Kodiaq RS

Mit der Höherpositionierung und betonten Sportlichkeit macht Skoda ungeachtet der Studie schon jetzt ernst – wenn auch beim Modell Kodiaq. In Paris zeigen die Tschechen erstmals einen SUV im sportlichen Gewand. Der Kodiaq RS soll ab Ende 2018 als sportliches RS-Modell mit Dieselmotor erhältlich sein. Der 2,0-Liter-Vierzylinder leistet 176 kW/240 PS und stellt ein Drehmoment von 500 Newtonmetern zur Verfügung. Die Kraftübertragung in Richtung aller vier Räder übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Als Preis für das Top-Modell der SUV-Baureihe ruft die tschechische VW-Tochter einen Betrag knapp unterhalb von 50.000 Euro auf.

Der Skoda Kodiaq RS ist das erste SUV des tscheschischen Herstellers in RS-Ausstattung.
Der Skoda Kodiaq RS ist das erste SUV des tscheschischen Herstellers in RS-Ausstattung.
(Bild: Skoda)

Der Motor ist unter anderem bereits aus dem Schwestermodell VW Tiguan Allspace bekannt, wo er für 46.600 Euro in der Preisliste steht – dann allerdings ohne sportliche Ausstattungsextras. Beim Kodiaq RS zählen dazu unter anderem Sportsitze, Dynamiklenkung und Motorsoundgenerator. Zu den äußerlichen Erkennungszeichen gehören 20-Zoll-Felgen, Diffusor sowie das nun gänzlich in Rot gehaltene RS-Logo am Kühlergrill, bei dem darüber hinaus die Chrom-Elemente durch Zierteile in Mattschwarz ersetzt wurden.

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