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Nächster Top-Manager verlässt die Emil-Frey-Gruppe

| Autor: Christoph Seyerlein

Erst kürzlich hatte »kfz-betrieb« exklusiv über den Abschied von Christian Klingler von der Emil-Frey-Gruppe berichtet. Nun verlässt der nächste Top-Manager den Handelsriesen: Mit Bart Gerris geht einer der Geschäftsführer der deutschen Vertretung.

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Bart Gerris hat die Emil-Frey-Gruppe nach nur rund einem Jahr wieder verlassen.
Bart Gerris hat die Emil-Frey-Gruppe nach nur rund einem Jahr wieder verlassen.
(Bild: Bentley)

Bei der Emil-Frey-Gruppe hat sich eine weitere Führungskraft verabschiedet. Wie »kfz-betrieb« aus Unternehmenskreisen erfuhr, hat mit Bart Gerris einer der Geschäftsführer der deutschen Vertretung den Handelsriesen verlassen. Er hatte gemeinsam mit Volker Dannath die Einzelhandelsaktivitäten der Gruppe in Deutschland geleitet und verantwortete das Geschäft mit den Marken Ford, Volvo und Mazda.

Gerris ist wenige Wochen nach Christian Klingler, über dessen Abschied »kfz-betrieb« exklusiv berichtet hatte, der zweite Top-Manager, der bei der Schweizer Gruppe aufhört. Sein Abgang dürfte in direktem Zusammenhang mit Klinglers Rückzug stehen: Klingler hatte Gerris erst vor rund einem Jahr zur Emil-Frey-Gruppe geholt. Beide kennen sich aus ihrer Vergangenheit im Volkswagen-Konzern, Klingler war dort unter anderem Vertriebsvorstand, Bart Gerris zeitweise Vertriebsleiter Europa bei Bentley. Wohin es Gerris nun zieht, ist nicht bekannt, auch zu Klinglers Zukunft gibt es noch keine neuen Informationen. Ebenso unklar ist, wer bei den Schweizern auf die beiden Manager folgen wird.

Gerris Bilanz bei der Emil-Frey-Gruppe fällt gemischt aus. Im Gebrauchtwagen-Geschäft soll er einiges bewirkt haben. Nach Informationen von »kfz-betrieb« kam es zuletzt in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Herstellern aber zu Verstimmungen. Auch das soll zum Abschied des Tandems Klingler-Gerris beigetragen haben.

In Deutschland erzielte die Emil-Frey-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden Euro – circa 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit mehr als 3.160 Mitarbeitern verkaufte sie über 109.000 Neu- und Gebrauchtwagen. Aktuellere Zahlen nennt das Unternehmen nicht. Insgesamt ist die Gruppe hierzulande nach eigenen Angaben an 89 Standorten aktiv. Zum Portfolio zählen die Fabrikate Abarth, Aston Martin, Bentley, BMW, Fiat, Fiat Professional, Ford, Fuso, Hyundai, Jaguar, Land Rover, Lexus, Maserati, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Opel, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Toyota, VW, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volvo. Außerdem agiert die Gruppe in Deutschland als Importeur von Mitsubishi und Subaru.

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