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Netzwerk will Digitalisierung des Handels unterstützen

| Autor: Martin Achter

Wie packen Kfz-Betriebe die Digitalisierung richtig an? Eine neue Initiative junger Tech-Unternehmen will Mitarbeitern des Kfz-Gewerbes Antworten auf Fragen wie diese geben. Hinter dem „Netzwerk Autohaus Transformation“ stecken keine Unbekannten.

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Autohäuser in Sachen Digitalisierung unterstützen: Das ist das Ziel eines neuen Netzwerks, hinter dem neun branchennahe Technologieunternehmen stehen.
Autohäuser in Sachen Digitalisierung unterstützen: Das ist das Ziel eines neuen Netzwerks, hinter dem neun branchennahe Technologieunternehmen stehen.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Die Entwicklung „zukunftssicherer Geschäftsmodelle im Automobilhandel“ unterstützen – dies hat sich ein Netzwerk von bislang neun jungen Technologieunternehmen zum Ziel gesetzt. Die Firmen sind derzeit dabei, einen Verein mit gemeinnützigem Charakter zu gründen, wie der erste Vorsitzende Philipp Posselt im Gespräch mit »kfz-betrieb« sagte. Dieser wolle sich zunächst vier Aufgaben widmen: Innovationsförderung im Kfz-Gewerbe, Erfahrungsaustausch, Nachwuchsförderung und Weiterbildung – alles im Zeichen der Digitalisierung.

Der neue Verein trägt den Namen „Netzwerk Autohaus Transformation“ (NAT). Zu den neun Gründungsmitgliedern gehören die Unternehmen 3D Excite (Software und Beratung), Advectus (DMS), Carwow (Neuwagenplattform), Gudat (Onlinetechnologie für Autohäuser), Kroschke Digital (digitale Flottenlösungen), Mcon (CRM, ERP, DMS etc.), Mobilapp (Autohaus-Apps), Xpxd (Beratung) und Veact (Datenanalyse und Servicemarketing). Vereinschef Posselt selbst steht als Gründer hinter letzterem Unternehmen.

Autohausmitarbeiter als Mitglieder

Die Firmen, die in der NAT zusammengeschlossen sind, organisieren die Vereinsarbeit. Reguläre Mitglieder des Vereins können ausschließlich Mitarbeiter des Automobilhandels werden. Als Fördermitglieder, die die Projekte des Vereins wirtschaftlich oder mit Sachleistungen unterstützen, können jedoch auch andere Unternehmen der Branche, Verbände oder andere Akteure aktiv werden.

Durch diese Konstellation – neun Technologieunternehmen als ideelle Träger sowie weitere Unternehmen in der Rolle als Fördermitglieder – könnte der Eindruck entstehen, dass hinter dem Verein werbliche Interessen der entsprechenden Beteiligten stehen; sie könnten über die Vereinsarbeit indirekt Einfluss auf Autohäuser nehmen und versuchen, auf diese Weise ihre Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten.

Mutmaßungen wie diesen entgegnet der Vereinsvorsitzende Posselt aber, dass das Netzwerk durch seine Konstruktion seine „Unabhängigkeit behält und keinerlei politische, unternehmensabhängige oder sonstige einseitige Zwecke verfolgt“. Das Netzwerk möchte vielmehr „Autohäuser dazu motivieren und anleiten, nachhaltig fit zu werden für den raschen technischen Wandel“.

Innovationsprojekte unterstützen

So sei beispielsweise angedacht, dass Autohäuser künftig mit Unterstützung der Initiative Innovationsprojekte im eigenen Unternehmen anschieben, sagte Posselt. Mitarbeiter aus dem Handel könnten sich für entsprechende Projekte bewerben. Die Tech-Unternehmen würden die Projekte dann nach einem Zuschlag unterstützen, beispielsweise durch Projektmanager. Finanzielle Unterstützung können beispielsweise über Fördermitglieder kommen.

Daneben spiele für die Initiative der Branchennachwuchs eine besondere Rolle. Junge Vereinsmitglieder könnten über Bewerbungsverfahren beispielsweise Zugang zu Digitalstipendien erhalten. Dadurch könnten sie in den Genuss von Webinaren, Mentoring-Programmen, Zuschüssen für den Besuch von Fachveranstaltungen oder Praktika bei den beteiligten Technologieunternehmen kommen – alles unter der Prämisse, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen voranzubringen.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«