Neuer Chef will Subaru fit für die Zukunft machen

Autor: Christoph Seyerlein

Im Juni hat Tomomi Nakamura das Ruder bei Subaru übernommen. Nun präsentierte der Manager seine Vorhaben. Mithilfe von neuen Modellen, besserer Qualität, aber auch einer neuen Firmenkultur wollen die Japaner bis 2025 deutlich wachsen.

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(Bild: Subaru)

Tomomi Nakamura ist erst seit einigen Wochen der starke Mann bei Subaru. Nachdem der japanische Hersteller im Mai zugegeben hatte, bei Abgaskontrollen in Japan geschludert zu haben, war der 59-Jährige im Juni zum neuen CEO ernannt worden. Am Dienstag präsentierte Nakamura der Öffentlichkeit nun, was er mit dem Autobauer vorhat.

Das Management hat einen Plan ausgearbeitet, der die Ausrichtung des Herstellers bis ins Jahr 2025 bestimmen soll. Zentrale Ziele sind dabei: Globales Wachstum bei Absatz und Umsatz, aber auch die Umsetzung einer neuen Firmenkultur.

Das Ansehen von Subaru hatte vor allem in der Heimat unter der Abgas-Affäre gelitten. Um Vertrauen zurückzugewinnen, will der Hersteller künftig wieder mehr darauf achten, „die richtigen Dinge auf korrekte Art und Weise“ zu tun. „Wir werden sicherstellen, dass uns solche Fehler nie wieder passieren“, sagte Nakamura.

Mehr Vertrauen der Kunden soll sich wenig überraschend auch in höheren Verkaufszahlen niederschlagen. Bis 2025 will Subaru seinen weltweiten Absatz um 18 Prozent auf dann 1,3 Millionen Einheiten steigern. Die Herausforderung sei, sich als kleiner Hersteller weiter gegen die Großen der Branche zu behaupten, so Nakamura. Die Hauptlast soll für die Japaner auch in Zukunft der US-Markt schultern. Dort will der Hersteller die Verkäufe bis 2025 um 20 Prozent auf 920.000 Fahrzeuge hochschrauben.

Neue Modelle mit höherer Qualität

Dabei helfen soll eine Reihe neuer Modelle. Für die erste Hälfte des Jahres 2020 kündigte Subaru ein neues Hybrid-Modell an. Generell will die Marke ihre Zusammenarbeit mit Toyota bei der Elektromobilität intensivieren. Auch ein neues SUV für alle Märkte weltweit ist für 2020 geplant. Außerdem will der Hersteller auch seine Sport-Sparte STI neu beleben. Autonomes Fahren und Konnektivität sollen bei den Japanern ebenfalls eine Rolle spielen, für 2020 peilen sie Level-2-Fahren auf Autobahnen an, bis 2024 sollen dann auch höhere autonome Stufen möglich sein.

Großen Wert legt Subaru traditionell auf die Qualität seiner Fahrzeuge. Auch hier will Nakamura in den nächsten Jahren weitere Fortschritte machen. Er kündigte an, 150 Milliarden Yen (rund 1,15 Milliarden Euro) zu investieren, um die Standards zu erhöhen.

Alle Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Profitabilität bei Subaru wieder zu steigern. Zuletzt hatte es bei den Japanern an jener Ecke doch merklich gebröckelt. Galt der Hersteller lange Zeit mit Margen von bis zu 18 Prozent als hochprofitabel, fiel die Umsatzrendite im ersten Halbjahr 2018 erstmals seit Jahren wieder unter die Zehn-Prozent-Marke. Bis zum Ende des Geschäftsjahres im März 2019 rechnet Subaru mit einer Marge von 9,2 Prozent. In absehbarer Zeit will der Hersteller hier wieder zweistellige Werte erzielen.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«