Cadillac enthüllt in New York den neuen CT5. Die überraschend sportlich wirkende Limousine beerbt im Sortiment von Caddy gleich zwei Modelle: den CTS und den ATS, deren Architektur der CT5 aber weiter nutzt. In seinen Abmessungen konkurriert der Neue mit BMW 3er und Mercedes C-Klasse. Den 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 237 PS (in den USA zu rund 40.000 Dollar angeboten) werden viele als nicht so standesgemäß empfinden wie den 3,0-Liter-V6 mit 350 PS. Allradantrieb ist für beide Motorisierungen optional, serienmäßig dagegen die 10-Gang-Automatik. Technisch aufgerüstet und im Vergleich zu den Vorgängern deutlich zeitgemäßer wirkt der Innenraum.
Mehr Bedeutung hat dagegen der neue Outback, den Subaru in sechster Generation in New York zeigt. Er kommt Ende 2019 in den USA in den Handel und könnte im Jahr darauf den Sprung nach Europa schaffen. Äußerlich unterscheidet sich der Allrad-Kombi, für den der Begriff SUV zu hoch gegriffen wäre, nur unwesentlich vom letzten US-amerikanischen Modelljahr, das hierzulande nicht erhältlich war. Er basiert jetzt auf der gleichen Plattform wie Impreza und Forester und bietet das, was man von ihm erwartet: Boxermotoren (jetzt auch wieder als Turbo-Benziner), Allradantrieb und Höherlegung. Preise wurden noch nicht genannt.
Hyundai bringt ebenfalls eine Weltpremiere nach New York. Neben dem erst vor einem Monat vorgestellten neuen Sonata steht dort auch ein neues SUV. Es ist künftig das kleinste und billigste und hört auf den Namen Venue. Sein Design ist durchaus ansprechend, was die Chancen erhöht, das Mini-SUV auch einmal in Deutschland begrüßen zu können. Nach gegenwärtigem Stand gibt es nur eine Motorisierung, ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner.
Mehr Spielräume lässt dagegen der Kia Habaniro zu. Er ist einer der wenigen Concept-Cars der Schau und vor allem weit mehr als nur eine zweitürige Version des aktuellen Niro. Das elektrische Mini-Crossover ist durchaus attraktiv gestaltet – und trotz nach oben öffnender Türen, farblich abgesetzter C-Säule und jeder Menge elektronischer Gimmicks nichts, was man nicht schon irgendwo mal gesehen hat. Nur das Cockpit mit seiner Lenkschale ist wirklich sehenswert.
Und noch eine Studie hat es nach New York geschafft. Auch sie stammt aus Korea, allerdings von dem Luxusableger von Hyundai, Genesis. Sie macht es sich zur Aufgabe, die doch sehr restriktiven Vorgaben der urbanen Lebenswelt mit Komfort und Fahrfreude aufzuwerten. Das bedeutet einerseits einen vollelektronischen Antrieb und kompakte Abmessungen, andererseits originelle Ideen für mehr Platz und Lebensqualität. So kann zum Beispiel der Automatikwählhebel zusammengeklappt und in die vordere Sitzbank integriert werden, die so zu einem Sofa wird.
In der eigenen Geschichte hat auch Porsche gekramt. Am besten kamen der 911 und seine Derivate an. So bestaunt das Publikum in New York einen neuen 911 Speedster - mit allem, was den Namen so magisch macht: flache Windschutzscheibe, Hutzen hinter den Sitzen und puristische Ausstattung. In diesem Fall heißt das unter anderem auch: Handschalter. Da jubelt das US-Publikum. Den meisten ist dabei egal, dass der 911 Speedster noch auf der alten 911er-Plattform basiert, dem Typ 991, obwohl seit einem halben Jahr doch schon der Typ 992 am Start ist. Und im Grunde spielt das auch keine Rolle: ein 911 wird nicht alt, sondern nur wertvoller.
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