Online-Petition will Fahrverbote verhindern

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Wehner

Der Ärger über Emissionsgrenze und Fahrverbote ist groß. Ein Verkehrsclub will nun die Fahrverbote aussetzen, bis mehr Klarheit herrscht. Die dafür aufgelegte Online-Petition kommt gut an.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Bei der Diesel-Diskussion ist ein Ende nicht in Sicht: Sind die Schadstoffgrenzwerte richtig? Stehen die Messgeräte an den richtigen Stellen? Sind Fahrverbote verhältnismäßig? Die zahlreichen unterschiedlichen Antworten verunsichern die Autofahrer. Die widersprüchliche Dieseldiskussion war für den Verkehrsclub „Mobil in Deutschland“ ein Grund, eine Online-Petition ins Leben zu rufen.

Mit der Petition will der Verkehrsclub Fahrverbote in Städten und auf Autobahnen verhindern. Zudem sollen die Grenzwerte, die zuletzt kräftig unter Beschuss waren, angepasst werden. Dazu fordert „Mobil in Deutschland“ einen entsprechenden Beschluss vom Bundestag.

„Soweit die Petition erfolgreich ist, kann und muss sie dazu beitragen, die nationale Politik zu motivieren, sich mit den angesprochenen kritischen Fragen auseinanderzusetzen. Vielleicht findet die Politik dann auch wieder den Mut, eine sachliche Debatte zu führen“, sagt ZDK-Geschäftsführer Ulrich Dilchert. „Wissenschaftlich untermauerte Argumente, die die oftmals mit Polemik vorgetragenen Anti-Diesel-Argumente entzaubern, sind in den letzten Wochen ja zuhauf in aller Deutlichkeit veröffentlicht worden.“ Jüngst hat sich der ZDK dafür ausgesprochen, die Grenzwerte auszusetzen und neu zu bewerten.

Nach eigenen Angaben will der Verkehrsclub im Rahmen der Online-Petition mindestens 75.000 Unterstützer gewinnen. Bis Ende Januar haben sich bereits mehr als 55.000 Personen gemeldet. Die Petition läuft noch bis Mitte Mai.

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 Christoph Baeuchle

Christoph Baeuchle

Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände