Opel: Astra-Kombi soll Segment-Herrscher werden

Redakteur: Jens Rehberg

Der Erfolg des neuen Astra Sports Tourer ist für Opel entscheidend. Der Kombi muss in Deutschland sein kürzeres Schwester-Modell mit nach vorne ziehen. Der Wagen hat alle Voraussetzungen, das zu schaffen.

Firmen zum Thema

Der neue Astra-Kombi fängt bei 18.000 Euro an.
Der neue Astra-Kombi fängt bei 18.000 Euro an.
( Archiv: Vogel Business Media )

50.000 Einheiten sollen die Opel-Partner in Deutschland im ersten vollen Verkaufsjahr vom neuen Astra Sports Tourer absetzen. Dieses Ziel nannte Vertriebs-Chefin Imelda Labbé anlässlich der Pressevorführung des Autos in der vergangenen Woche in Istanbul. „Der Sports Tourer ist das fortschrittlichste Fahrzeug im Kompaktkombi-Segment, mit ihm wollen wir dort die Marktführerschaft zurückerobern“, sagte die Opel-Managerin. In Deutschland werde der Kombi-Anteil am Astra-Volumen voraussichtlich auf 57 Prozent ansteigen (bisher: knapp über 50 %).

Die Einführung der mittlerweile zehnten Kombi-Generation des Bestseller-Modells im Handel ist für den 12./13. November angesetzt. Imelda Labbé kündigte im Gespräch mit diesem Dienst an, den Schwerpunkt in den zentral gesteuerten Werbekampagnen auf die Themen Design und Fahrwerk zu legen. „Das Produkt lebt durch die Optik und den Fahrspaß.“ Kommunikationsschwerpunkte seien TV, Internet und Mailing-Aktionen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 14 Bildern

Die Vetriebs-Chefin will den Kommunikationsdruck der Einführungsphase aber auch dazu nutzen, erneut erhöhte Aufmerksamkeit für die Astra-Limousine zu generieren. Imelda Labbé ist zuversichtlich, dass der Kombi seinem Schwestermodell auf diese Weise in Deutschland frischen Schub geben kann. Man wisse beispielsweise aus der Marktforschung und von Händlern, dass bei den Kunden die nutzwertigen Features des Astra noch nicht bekannt genug seien.

Potenzial bei Gewerbetreibenden

In der Kundenstruktur rechnet Opel mit einem leichten Übergewicht der Flottenkunden. Diese sollen durch die hohe Funktionalität des Produkts, vor allem aber durch die niedrigen Betriebskosten überzeugt werden. Hier spielen zum einen die guten Verbrauchswerte eine Rolle. Zum anderen haben die Verantwortlichen im Opel-Service-Engineering schon im Vorfeld der Entwicklung Vorgaben zur Schadensminimierung gesetzt (etwa eine Kombination aus festen und hochfesten Stählen an A- und B-Säule oder das Hochziehen der Haubenlinie). So konnte über alle Modellvarianten hinweg die nach Herstellerangaben günstigste Versicherungseinstufung im Kompaktkombi-Segment erreicht werden.

Bei den Privatkunden ist laut Imelda Labbé „die gezielte Ansprache des Kundenbestands sowohl über die Händlerdatenbanken als auch über Finanzierungs- und Leasingausläufer ein wesentlicher Punkt“. Im Privatkundenbereich könne der neue Kombi vor allem mit cleveren, neuen Funktionen und hochwertiger Ausstattung punkten.

Mit der Performance des Partnernetzes ist Imelda Labbé derzeit zufrieden: „Die Händler sind sehr motiviert – sie sehen den Aufbruch bei Opel.“ Nichtsdestotrotz sei es ein strategisches Ziel für das kommende Jahr, die Händler dabei zu unterstützen, die eigenen Prozesse besser auf das veränderte Informationsverhalten der Kunden abzustimmen. Insbesondere die Verfolgung von über das Internet generierten Sales-Leads geschehe in vielen Fällen noch nicht konsequent genug. Gerade Nichtbestandskunden müssten vom Zeitpunkt der Leadgenerierung bis zum möglichen Abschluss schneller beziehungsweise professioneller bearbeitet werden.

Auf Seite 2: Das Produkt-Fazit

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:365146)