Opel verliert mehr als die Hälfte des Absatzes – und schreibt trotzdem schwarze Zahlen

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Der Umsatz von PSA sank unterdessen von Januar bis Ende Juni gemessen am Vorjahreszeitraum um 34,5 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro. Der auf den Konzern entfallene Nettogewinn betrug 595 Millionen Euro nach 1,83 Milliarden Euro zuvor.

Im automobilen Kerngeschäft konnte der Hersteller trotz der Corona-Krise damit im ersten Halbjahr eine operative Marge von 3,7 Prozent erzielen (Gesamtjahr 2019: 8,5 %).

Lohscheller: Corona-Krise noch nicht überwunden

Opel-Chef Michael Lohscheller sieht die Corona-Krise für die Autobranche und sein Unternehmen noch nicht überwunden. Eine nachhaltige Erholung der eingebrochenen Märkte sei unsicher. Ein zweiter möglicher Lockdown könnte den nächsten empfindlichen Nachfrageeinbruch bringen und zu Unterbrechungen der Lieferketten führen. Im ersten Halbjahr wurden nur noch gut 266.000 Autos der Marken Opel und Vauxhall verkauft, der Absatzrückgang von 53,1 Prozent fiel deutlich stärker aus als bei den anderen Konzernmarken (z.B. Peugeot: -42 %).

Lohscheller kündigte in Rüsselsheim an, den Umbau des einst von General Motors übernommenen Autobauers zu beschleunigen. Man werde auch schwierige Themen anpacken, wozu auch die bei den Arbeitnehmervertretern stark umstrittene Neuregelung der Opel-Betriebsrenten gehöre. Zudem werde man die strikten CO2-Vorgaben der Europäischen Union erreichen und die Politik nicht um eine Aufweichung der Klimaziele bitten. Tavares sagte mit Blick auf den Konzern, dieser werde die europäischen Grenzwerte einhalten, es müssten 2020 also keine Bußgelder bezahlt werden.

Nur noch 3,8 Prozent Marktanteil in Europa

Ferdinand Dudenhöffer wies unterdessen auf die schwache Marktposition des einstigen deutschen Marktführers hin. In Europa liege Opel/Vauxhall im Juni mit einem Marktanteil von 3,8 Prozent nur auf dem 13. Platz. Nach der Prognose des CAR-Instituts werde Opel in diesem Jahr weltweit nur rund 640.000 Autos verkaufen, ein Minus von mehr als einem Drittel. Dudenhöffer sieht zudem künftig wenig Chancen, den Marktanteil wieder zu stärken. Das liege nicht zuletzt an neuer Konkurrenz im eigenen Konzern bei der Fusion mit Fiat Chrysler, die mit den Marken Fiat und Alfa Romeo im gleichen Segment antrete.

(ID:46744752)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung