Suchen

Penske baut Porsche-Zentrum in Mannheim

Autor / Redakteur: Dorothee Pilavas / Norbert Rubbel

Die Penske Automotive Group baut zurzeit in Mannheim ihr neues Porsche-Zentrum. Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit stehen im Fokus der Architektur. Der Neubau kostet rund zwölf Millionen Euro.

Firmen zum Thema

Die Penske Automotive Group baut in Mannheim ihr neues Porsche-Zentrum.
Die Penske Automotive Group baut in Mannheim ihr neues Porsche-Zentrum.
(Foto: Einraumarchitektur)

In Mannheim entsteht derzeit eines der modernsten Porsche-Zentren Deutschlands. Die Architektur des Gebäudes mit einer Geschossfläche von 6.000 m2 entspricht der weltweit einheitlichen Corporate Identity des Stuttgarter Automobilherstellers. Das Investitionsvolumen beträgt rund zwölf Millionen Euro. Die Generalplanung übernahm das Düsseldorfer Architekturbüro Schormann. Ziel war es, bei der Gestaltung des Autohauses zukunftsweisende Techniken einzusetzen, die einen energieeffizienten und wirtschaftlichen Betrieb zulassen.

So wird der Neubau der Penske Automotive Group das erste Porsche-Zentrum sein, das komplett mit LED-Technik ausgestattet ist. Nicht nur Büros, Werkstatt und alle Nebenräume, sondern auch die 2.230 m2 große Ausstellungsfläche werden mit LED-Strahlern ausgeleuchtet. „Die moderne LED-Technologie erreicht heute eine enorme Leuchtkraft, sodass wir Autos auch aus weiter Entfernung in einem hellen und warmen Licht präsentieren können“, erläutert Architekt Ralf Schormann. Die Mehrinvestition im Vergleich zur klassischen Beleuchtung liege bei etwa zwei Prozent der Baukosten und amortisiere sich durch den geringeren Energieverbrauch und die längere Lebensdauer der LED-Leuchten nach etwa vier Jahren. Weitere Energieeinsparungen werden durch Lichtführungen im innen liegenden Bürobereich erreicht: Glasüberdeckte Räume (Atrien) sorgen für Tageslicht an den Arbeitsplätzen im Erdgeschoss, die damit zugleich an Transparenz gewinnen.

Bildergalerie

Klimatechnik zum Heizen und Kühlen

Der sonnenverwöhnte Standort Mannheim erforderte ein wirtschaftliches Konzept für die Klimatisierung des Porsche-Zentrums. „Eine wichtige Entscheidung war es, das Gebäude günstig zu den Himmelsrichtungen zu positionieren“, erklärt Schormann. So zeigt die große Glasfläche des zweigeschossigen Ausstellungsraums nach Norden, während vor der nach Süden ausgerichteten Werkstatt ein imposantes Vordach Schatten spendet und zugleich die Porsche-CI wirkungsvoll umsetzt. Neben dieser Beschattung nutzen die Planer die verschiedenen Heizsysteme auch zur Kühlung und erreichen damit eine Vollklimatisierung, ohne die Luft des Innenraums kühlen zu müssen:

  • Die Fußbodenheizung des Ausstellungsraums führt im Sommer kaltes Wasser.
  • Die Deckenstrahlheizung in der Werkstatt wird an warmen Tagen zur Kühldecke.
  • Das Wärmepumpensystem für die Beheizung der Büros kann von Winter- auf Sommerbetrieb und somit auf Kühlung umgestellt werden.

Einen weiteren Beitrag zur Ressourcenschonung leistet das Porsche-Zentrum mit einer ökologischen Regenwasserrückführung: Die Parkflächen im Außenbereich werden größtenteils mit Sickerpflaster gestaltet, sodass das Oberflächenwasser kontrolliert ins Erdreich versickern kann. Das von der Dachfläche abfließende Regenwasser gelangt über ein modernes Entwässerungssystem in eine Rigole (Pufferspeicher) und wird anschließend dem Grundwasser zugeführt. Die Kombination dieser beiden Systeme ist umweltschonend und senkt die Betriebskosten.

Die Architektur wird auch dem hohen Anspruch des Bauherrn gerecht. Christian Boe, Geschäftsführer des Porsche-Zentrums: „Wir möchten unseren Kunden erstklassigen Service in hochwertiger Atmosphäre bieten, die die Marke Porsche bis ins letzte Detail transportiert. Qualität soll bei uns überall sichtbar werden.“

(ID:39942460)