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Peugeot: Premium-Fahrer im Visier

| Autor: Christoph Baeuchle

Peugeot gehört zu den Marken, die auf dem deutschen Markt im ersten Halbjahr am stärksten gewachsen sind. Mit dem 508 bringt die Löwenmarke ein neues Modell, das für weitere Nachfrage sorgen soll. Im Visier: Premium-Fahrer. Für jeden abgeworbenen hat Peugeot-Deutschland-Chef Steffen Raschig eine Prämie ausgelobt.

Steffen Raschig, Geschäftsführer Peugeot Deutschland.
Steffen Raschig, Geschäftsführer Peugeot Deutschland.
(Bild: Schönbach/Peugeot)

Herr Raschig, Peugeot jubelt über das erste Halbjahr. Was lief gut?

Steffen Raschig: Alles.

13 Prozent Plus bei den Neuzulassungen und 15 Prozent Plus bei den Eigenzulassungen. Warum solche Zuwächse bei den Eigenzulassungen, wenn es so gut läuft?

Wir wollen nicht warten, bis die Kunden in die Showrooms kommen. Wir kommen zu den Kunden und laden zu Sitzproben und Testfahrten ein. Dazu brauchen wir zugelassene Fahrzeuge. Wenn die Kunden erst einmal in einem Peugeot sitzen, können wir sie begeistern.

Und was lief schlecht in den ersten sechs Monaten?

Nichts.

Der 308 hat im zweiten Halbjahr 2017 ein Facelift erhalten, und in den ersten sechs Monaten war er fünf Prozent unter Vorjahr. Da läuft doch was schief.

Im Privatkundenbereich konnten wir ein zweistelliges Plus für den 308 in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verbuchen. Allerdings ist ein Vertrag mit einem Großkunden ausgelaufen, sodass wir dies nicht so schnell ausgleichen konnten. Im zweiten Halbjahr wird sich die Situation aber wieder ändern.

Was erwarten Sie für die zweite Jahreshälfte?

Der Markt ist stark unter Druck, um jeden Kunden wird hart gerungen. Die von allen Herstellern im Rahmen der Dieselkrise gemachten Anreize haben zu einem verzerrten Kaufverhalten geführt. Dazu kommen Verunsicherungen mit Fahrverboten etc. Die Marktsituation ist noch schwierig einzuschätzen. Dennoch bin ich für Peugeot zuversichtlich. Ich gehe davon aus, dass unser Absatz weiter steigen wird.

Worauf bauen Sie Ihre Zuversicht?

Wir kommen mit drei neuen Modellen: Im September bringen wir den neuen Rifter, einen Monat später kommt der neue Peugeot 508, und zum Jahresende der neue Partner.

Nicht gerade Volumenmodelle.

Volumen ist das eine, da sind wir mit unseren Modellen sehr gut aufgestellt. Entscheidend ist aber, dass das Wachstum vom Handel getragen wird. Im ersten Halbjahr legte der Absatz über die Händler um 24 Prozent zu. Auch im zweiten Halbjahr wollen wir mit den Händlern weiter wachsen.

Welchen Beitrag leistet der Peugeot 508 dazu?

Der wichtigste Schritt ist gemacht: Der neue 508 hat die Herzen der Händler erobert. Eine positive Einstellung und Begeisterung fürs Produkt setzt große Kräfte frei, die wir in Verkäufe umsetzen wollen. Wir werden mit dem Auto Akzente setzen.

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