Pininfarina wird Mahindras Elektromarke

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Das Team der derzeit gerade einmal zehn Angestellten am neuen Standort in München soll bis Ende des Jahres auf knapp 50 Personen wachsen. Geeignete Firmenräume werden gesucht. Bis 2020 sollen es bereits 150 oder 200 Personen sein, wovon 70 Prozent der Belegschaft in der bayrischen Landeshauptstadt und 30 Prozent am Heimatsitz von Pininfarina SpA in Cambiano sitzen, wo man vollen Zugriff auf die dortigen 600 Angestellten des Konzerns hat.

„Uns steht für die ersten drei bis vier Fahrzeuge in den nächsten fünf Jahren ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag zur Verfügung“, ergänzt Michael Perschke, CEO des neuen Tesla-Konkurrenten. Es dürften kaum Zweifel daran bestehen, dass nach der limitierten Serie von 100 Supersportwagen ein elektrisch angetriebener SUV folgt, der 2021 seine Premiere feiern soll. Das zweite Modell von Pininfarina wird in einer vierstelligen Stückzahl und einem sechsstelligen Preis aufgelegt, ehe man mit den folgenden Modellen mehr in die luxuriöse Breite gehen will.

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Gegen die übermächtige Konkurrenz aus Asien, Europa und den USA will man sich nicht nur mit der bekannten Pininfarina-Designkompetenz in Szene setzen. „Es muss letztlich irrelevant sein, dass der Wagen elektrisch ist“, so der Ex-VW-Mann Michael Perschke. „Das ist beim ersten Modell natürlich anders. Doch auch hier geht es in erster Linie um die Faktoren Marke, Design, Limitierung und Fahrleistung.“

Um den Supersportwagen und die weiteren Modelle zu entwickeln, reicht die Belegschaft von Pininfarina nicht, sodass für die anstehenden Projekte mehrere Zulieferer und Entwicklungsteams ins Boot geholt werden, um Kosten und Aufwände gleichermaßen schlank und flexibel zu halten. Profitieren will Automobili Pininfarina dabei vom neuen Mutterkonzern Mahindra, der mit einem vergleichsweise überschaubaren Budget bereits in der fünften Saison erfolgreich in der Formel E unterwegs ist. Wichtige Erkenntnisse der Elektromonoposti – vom Akkumanagement über Kühlmöglichkeiten bis zu Sicherheitssystemen und Torque Vectoring – sollen in die Serienmodelle einfließen.

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 Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Journalist