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Pkw-Markt: Diesel-Neuzulassungen steigen im Mai deutlich

| Autor: Andreas Wehner

Die Deutschen kaufen wieder mehr Selbstzünder. Im Mai verbuchte das KBA 16,3 Prozent mehr Diesel-Neuzulassungen als im Vorjahresmonat, der Marktanteil stieg von 31,3 auf 33,3 Prozent. Insgesamt wuchs der Markt um mehr als neun Prozent – allerdings auch aufgrund eines Kalendereffekts.

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(Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Der Diesel-Absatz in Deutschland zieht wieder an. Im Mai 2019 wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 16,3 Prozent mehr Selbstzünder neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Der Diesel-Anteil stieg von 31,3 auf 33,3 Prozent – und legte damit den fünften Monat in Folge wieder zu.

Insgesamt wuchs der deutsche Pkw-Markt im vergangenen Monat um 9,1 Prozent auf 333.000 Neuzulassungen. Allerdings hatte der Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat zwei zusätzliche Verkaufstage. Bereinigt um diesen Kalendereffekt ergibt sich nach Berechnungen des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) ein Rückgang von 1,2 Prozent.

Im Jahresverlauf liegen die Neuzulassungen jedoch im Plus. Von Januar bis Mai verzeichnete das KBA 1,52 Millionen Neuzulassungen. Das entspricht einem Plus von 1,7 Prozent.

Unter den deutschen Marken erreichten im Mai BMW (+41,9 %), Smart (+36,3 %), Ford (+18,0 %) und Opel (+15,2 %) zweistellige Zulassungssteigerungen. Ebenfalls im Plus lagen Mercedes (+9,5 %) und Porsche (+3,9 %). Dagegen mussten Audi (-4,3 %), VW (-4,6 %) und Mini (-17,4 %) Rückgänge hinnehmen.

Experten rechnen weiter mit Rückgang

Bei den Importmarken verbuchte das KBA mit plus 116,5 Prozent das größte Plus bei Tesla. Der Elektroautobauer profitiert vom Start des Mittelklassewagens Model 3. Auch Lexus legte mit plus 97,2 Prozent deutlich zu – wenn auch auf niedrigem Niveau. Den drittstärksten Zuwachs schaffte Volvo mit plus 77,2 Prozent. Deutlich rückläufig waren dagegen Honda (-33,4 %), Subaru (-35,2 %) und Alfa Romeo (-54,4 %).

Für die zuletzt durchwachsene Entwicklung auf dem deutschen Neuwagenmarkt, die sich auch auf anderen europäischen Märkten widerspiegelt, sieht EY-Experte Peter Fuß vor allem konjunkturelle Gründe: „Es gibt zurzeit eine Vielzahl von wirtschaftlichen und politischen Risiken und Unwägbarkeiten. Daher hält sich die Investitionsbereitschaft sowohl bei Unternehmen wie auch bei Privatpersonen in Grenzen – trotz einer nach wie vor insgesamt zufriedenstellenden Wirtschaftslage, einer geringen Arbeitslosigkeit und anhaltend niedrigen Zinsen.“ Hinzu komme das Auslaufen der Diesel-Eintauschprämien bei einigen Herstellern.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der ungewissen konjunkturellen Aussichten rechnet Fuß für das laufende Jahr bestenfalls mit einem Absatz auf Vorjahresniveau. Wahrscheinlicher sei ein Rückgang.

Sie wollen mehr wissen? Unter www.kfz-betrieb.de/neuzulassungszahlenkönnen Sie sich die Neuzulassungen aller Fabrikate nach Marktsegmenten gegliedert für einzelne Monate anzeigen lassen. Zudem finden Sie dort die Statistiken des KBA für die einzelnen Modellreihen als PDF zum Download.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«