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Porsche kauft sich bei Rimac ein

| Autor: Andreas Grimm

Mit Konzeptfahrzeugen sorgte Rimac, Spezialist für Elektromobilität, in Genf zweimal für Aufsehen. Nun will Porsche von dem Wissen der Kroaten profitieren, die Schwaben arbeiten an einer Entwicklungspartnerschaft.

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Rimac ist ein kroatisches Unternehmen mit Schwerpunkt auf elektrischen Hochleistungsantrieben und Batteriesystemen.
Rimac ist ein kroatisches Unternehmen mit Schwerpunkt auf elektrischen Hochleistungsantrieben und Batteriesystemen.
(Bild: Rimac)

Porsche hat zehn Prozent der Technologie- und Sportwagenfirma Rimac Automobili übernommen. Das kroatische Unternehmen entwickelt und produziert Komponenten für die Elektromobilität und stellt selbst elektrische Supersportwagen her. Porsche strebt nach eigenen Angaben eine Entwicklungspartnerschaft mit Rimac an, die die eigene Elektro-Offensive ergänzen soll.

Der Kroate Mate Rimac begann 2009 in einer Garage an seiner Vision eines schnellen, elektrisch angetriebenen Sportwagens zu arbeiten. Auf dem Genfer Salon sorgte der Autobauer bereits zweimal für Aufsehen. 2016 stellte Rimac in Genf den „Concept One“ (Bild) vor. In diesem Jahr hatten die Kroaten das Elektro-Fahrzeug „C Two“ im Gepäck. Der Zweisitzer leistet 1.900 PS und kommt auf eine Spitzengeschwindigkeit von 412 Kilometer pro Stunde. Er besitzt gemäß dem NEFZ-Test eine Reichweite von 650 Kilometern und sein Akku kann durch ein 250 kW-Schnellladesystem innerhalb einer halben Stunde zu 80 Prozent geladen werden.

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Im Gespräch: Porsche-Chef Oliver Blume und Mate Rimac, Gründer und Chef von Rimac Automobili.
Im Gespräch: Porsche-Chef Oliver Blume und Mate Rimac, Gründer und Chef von Rimac Automobili.
(Bild: Porsche)

„Mit der Entwicklung der rein elektrischen zweisitzigen Supersportwagen wie dem Concept One und ‚C Two‘ sowie innovativer Fahrzeugkomponenten hat Rimac seine Kompetenz im Bereich Elektromobilität eindrucksvoll bewiesen“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und IT von Porsche. Der deutsche Autobauer hält die Ideen und Ansätze von Rimac für „sehr vielversprechend“. Ziel sei daher eine enge Zusammenarbeit in Form einer Entwicklungspartnerschaft. Neben dem Kleinserienbau entwickelt und produziert das Unternehmen elektrische Hochleistungsantriebe und Batteriesysteme.

Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Zagreb knapp 400 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte von Rimac liegen auf der Batterietechnologie im Hochspannungsbereich, dem Elektroantrieb sowie der Entwicklung von digitalen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine (HMI). In der Elektromobilität ist Rimac zudem in der Entwicklung und Produktion von E-Bikes aktiv. Dieses Geschäft wurde 2013 allerdings abgetrennt und in die Tochterfirma Greyp Bikes überführt.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«