Porsche-Rückruf: Cayenne warnt nicht ausreichend

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Ein Bremsverschleiß wird im Cockpit nicht dauerhaft mit einer roten Warnleuchte angezeigt. Daher müssen weltweit knapp 32.000 SUVs zu einem längeren Softwareupdate antreten.

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Der Porsche Cayenne muss für bis zu sechs Stunden in die Werkstatt.
Der Porsche Cayenne muss für bis zu sechs Stunden in die Werkstatt.
(Bild: Porsche)

Porsche ruft seit Anfang des Monats in Deutschland 2.282 Exemplare des Cayenne der Produktionsmonate August 2017 bis Mai 2018 zurück. „Aufgrund einer fehlenden Zuordnung in der Software des Kombi-Instruments leuchtet die Warnleuchte für den Bremsenverschleiß nicht dauerhaft auf, wenn die Bremsbeläge verschlissen sind“, erläuterte ein Sprecher der Marke auf Nachfrage.

Zwar werde der Fahrer über das Problem informiert, allerdings nur mittels einer gelben Warnmeldung, die nach einer Bestätigung wieder verschwinde. Erst beim nächsten Einschalten der Zündung leuchte sie wieder auf. Dadurch bestehe die Gefahr, dass das Fahrzeug mit verschlissenen Bremsbelägen benutzt werde, sagte der Sprecher. Der Mangel sei bei internen Erprobungen entdeckt worden.

Als Abhilfemaßnahme ist eine Neuprogrammierung des Kombiinstruments vorgesehen. „Zusätzlich wird in diesem Zuge die Software weiterer Steuergeräte aktualisiert“, kündigte der Sprecher an. Aus diesem Grund gibt es auch zwei Aktionscodes: „AKA0“ und „AKA1“. Je nach Ausstattungs-Umfang kann der Werkstattaufenthalt, der weltweit für knapp 32.000 SUVs vorgesehen ist, bis zu sechs Stunden dauern.

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Freier Journalist