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Porsche verdrängt Mercedes im Arbeitgeber-Ranking

| Autor / Redakteur: Johannes Büttner / Johannes Büttner

Im Rahmen der Bewerbermesse „Automotive Top Career“ in Nürtingen hat das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) die attraktivsten Arbeitgeber der Branche gekürt. An der Spitze gab es einen Wechsel.

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Zum dritten Mal vergab das Institut für Automobilwirtschaft die „Automotive Top Career Awards“.
Zum dritten Mal vergab das Institut für Automobilwirtschaft die „Automotive Top Career Awards“.
(Bild: IFA)

Porsche ist derzeit der attraktivste Arbeitgeber in der Automobilbranche. Dieses Ergebnis geht aus einer Umfrage des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) hervor, für die Studierende aus branchenbezogenen Studiengängen befragt wurden. Als Gesamtsieger verdrängte Porsche mit einer Durchschnittsbewertung von 1,88 Vorjahressieger Mercedes-Benz Cars. Dagegen konnten mit der Mercedes-Benz Bank AG und Mercedes-Benz Consulting zwei Daimler-Töchter in den Kategorien „Captive Finanzdienstleister“ und „Branchendienstleister“ überzeugen.

Bei den Automobilzulieferern siegte Bosch wie in den vergangenen Jahren vor Continental und ZF. Bei den Automobilhändlern konnte die Emil-Frey-Gruppe ihren Titel vor der AVAG verteidigen. Bei den Non-Captive-Banken wiederholte die Santander Consumer Bank ihren Gruppensieg. Grundsätzlich scheinen aber Automobilhersteller und -zulieferer für die Studierenden attraktiver zu sein als Händlerunternehmen und Dienstleister. Assistenzstellen sowie Marketing- und Vertriebsfunktionen sind für Hochschulabsolventen besonders attraktiv.

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Vorgestellt wurde die Studie zum dritten Mal im Rahmen der Recruitingmesse „Automotive Top Career“. Über einschlägige Internetportale nahmen 393 Studierende aus technisch- und betriebswirtschaftlich sowie gleichzeitig branchenbezogen ausgerichteten Studiengängen teil. „Ausgehend von 7.000 bis 9.000 Studierenden in deutschen Hochschulen mit eindeutigem Branchenbezug stellt die Rücklaufquote ein respektables Ergebnis dar“, sagte Projektleiter Benedikt Maier.

Die Onlinebefragung ergab unter anderem, dass die Gehaltsvorstellung für den ersten Job bei rund 45.000 Euro im Jahr liegt, ungefähr der Vorjahreswert. Wie im Vorjahr ist den Befragten das Betriebsklima (Rang eins) wichtiger als ein hohes Gehalt (Rang zwei). Einen besonderen Stellenwert nehmen außerdem die Aufstiegsmöglichkeiten und die „Work-Life-Balance“ ein. Die Gehaltsfrage gewinnt jedoch deutlich an Bedeutung. 2013 rangierte dieser Punkt noch auf dem elften Platz.

Rund 40 Unternehmen aus der Automobilbranche zeigten Ende November in Nürtingen zwei Tage lang ihr Produkt- und Leistungsprogramm sowie ihre Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten im Rahmen des 17. Tags der Automobilwirtschaft in Nürtingen. Die Studierenden erhielten Informationen zum Berufseinstieg und zu Aufstiegschancen. Aber auch Praktikantenstellen wurden an geeignete Kandidaten vergeben. Zusätzlich fanden verschiedene Workshops – vom Bewerbertraining bis hin zu Face-to-Face-Bewerbungsgesprächen – statt.

„Wir sprechen alljährlich von einer Win-Win-Situation, denn die Studierenden in technischen und betriebswirtschaftlichen Studienprogrammen können sich einerseits über attraktive Arbeitgeber informieren. Andererseits knüpfen die Branchenunternehmen schon frühzeitig den Kontakt zu potenziellem Führungsnachwuchs“, sagte Professor Stefan Reindl, der Initiator der Kontaktmesse. Er freute sich über rund 600 Besucher der Veranstaltung ebenso wie über die Aussteller. Viele Unternehmen seien von Anfang an dabei.

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