PS-Speicher: Depots öffnen dauerhaft

Bald mehr als 2.500 Exponate in der Dauerausstellung

| Autor: Steffen Dominsky

Der PS-Speicher in Einbeck erweitert im Laufe des Jahres seine Dauerausstellung. Dann werden mehr als 2.500 Exponate zu sehen sein.
Der PS-Speicher in Einbeck erweitert im Laufe des Jahres seine Dauerausstellung. Dann werden mehr als 2.500 Exponate zu sehen sein. (Bild: PS-Speicher)

In Bezug auf sein eigenes Alter ist der PS-Speicher in Einbeck gerade mal ein „junger Gebrauchter“, doch innerhalb von nur fünf Jahren hat er sich schon das Prädikat erworben, eine der Anlaufstellen für Oldtimerbegeisterte zu sein – egal ob es um Fahrzeuge mit zwei, drei, vier oder noch mehr Rädern geht. Jährlich besuchen fast 100.000 Interessierte das Museum, das der Stifter und Sammler Karl-Heinz Rehkopf ins Leben gerufen hat. Und quasi täglich kommen auch neue Exponate hinzu. Etliche der Neuzugänge waren bislang jedoch nur temporär zugänglich, sind in Depots rings um das eigentliche Museum herum untergebracht. Aus dieser „Behelfslösung“ soll nun ein Teil der Dauerausstellung werden.

Insgesamt 1.200 historische Motorräder, 630 Pkws, Klein- und Kleinstwagen, 200 Lkws und Busse sowie eine Sammlung mit Elektrofahrzeugen und eine weitere mit Lanz-Bulldogs werden dann in vier Schaudepots und dem PS-Speicher selbst zu sehen sein. Die Lkw-und Bussammlung ist bereits seit einiger Zeit jeweils samstags innerhalb der Saison zu sehen. In drei weiteren, räumlich eng beieinanderliegenden PS-Depots soll auch der Rest der riesigen Sammlung, die Unternehmer Rehkopf in über 50 Jahren zusammengetragen hat, öffentlich präsentiert werden. Ausgenommen sind vorerst lediglich eine Sammlung von Fahrrädern und Kleinteilen sowie einige Doubletten.

„Soweit wir es wissen, handelt es sich um die größte Sammlung dieser Art in Europa, vielleicht sogar weltweit“, meint Lothar Meyer-Mertel, Geschäftsführer des PS-Speichers. Die Ausstellung mit dann rund 2.500 Exponaten soll den Besuchern ab dem Sommer 2020 offenstehen. Die Gäste sollen viel Zeit mitbringen, lautet Meyer-Mertels Tipp. Es sei kaum möglich, an einem Tag das gesamte Angebot in Anspruch zu nehmen. So dauere allein ein Besuch des PS-Speichers etwa drei Stunden; für jedes Depot müsse man weitere ein bis zwei Stunden einplanen. Abgesehen von der knappen Zeit steht natürlich auch die Frage im Raum, wie viel ein Mensch überhaupt an einem Tag an Bildern und Eindrücken aufnehmen kann.

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