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PS Union: Vordenken statt nachdenken

| Redakteur: Julia Mauritz

Die Mehrmarken-Autohausgruppe mit Hauptsitz in Halle ans der Saale hat schon vor dem Inkrafttreten der GVO 1400/2002 den Mehrmarkenpfad eingeschlagen.

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Der Hauptsitz von PS Union befindet sich in Halle.
Der Hauptsitz von PS Union befindet sich in Halle.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Wir sind anders als die anderen“: Das behaupten viele Autohäuser von sich. Für die Mehrmarken-Autohausgruppe PS Union mit Hauptsitz in Halle/Saale trifft das aber tatsächlich zu: Beispielsweise halten die Mitarbeiter Anteile am Unternehmen, und Geschäftsführer Volker Ciesiolka sieht den installierten Betriebsrat nicht als lästiges Übel an, sondern als wertvolle Institution.

Die Anfänge der Autohausgruppe, die aktuell an zwölf Standorten in der Region Halle/Naumburg/Nordhausen rund 260 Mitarbeiter beschäftigt, reichen in das Jahr 1990 zurück: Gleich nach der Wende gründete Gert Ciesiolka gemeinsam mit seinem Sohn Volker und einem ehemaligen Autohändler aus den alten Bundesländern, Adam Hoffmann, in Halle an der Saale das Ford-Autohaus Halle West.

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„Wir haben mit 26 Mitarbeitern angefangen. Mit dem Ziel, aus Betroffenen Beteiligte zu machen, haben wir entschieden, sie mit 22 Prozent am Unternehmen zu beteiligen“, erzählt Volker Ciesiolka, der seit 1994 Vorsitzender der Autohausgruppe ist.

80 Prozent der Belegschaft machten mit. Die meisten von ihnen sind auch heute noch im Unternehmen beschäftigt. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Abteilungen und sind in einem Konsortium organisiert. Volker Ciesiolka findet den regelmäßigen Austausch mit ihnen sowie mit dem Betriebsrat wichtig, um gemeinsam über etwaige Probleme zu diskutieren.

Ein Pionier im Mehrmarkenvertrieb

„Andere denken nach, wir denken vor“: Dieser Spruch, der im Büro des umtriebigen Geschäftsführers hängt, bringt die Unternehmensphilosophie von PS Union auf den Punkt.

„Beispielsweise haben wir schon Mitte der neunziger Jahre, lange bevor Ford das Wirtschaftsraumkonzept offiziell einführte, angrenzende Betriebe in Halle und später auch in Naumburg übernommen“, erzählt Volker Ciesiolka.

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Nachdem das Unternehmen in der Region mit Ford einen Marktanteil von 14 Prozent erreicht und Ford sich wieder vom Wirtschaftsraumkonzept verabschiedete hatte, schlug der Geschäftsführer bereits im Jahr 2001 den Mehrmarkenpfad ein – ein Jahr also vor dem Inkrafttreten der aktuellen Kfz-GVO 1400/2002, die die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Vertrieb mehrerer Fabrikate ebnete. „Wir haben das Problem gelöst, indem wir für jedes Fabrikat eigene GmbHs gegründet haben“, erzählt der Unternehmer.

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