Selbstverständlich ist bei PS Union auch, dass Mitarbeiter in anderen Betrieben aushelfen, wenn in einem Betrieb jemand krank wird: „Unsere Mitarbeiter sind diesbezüglich sehr flexibel“, lobt Volker Ciesiolka. Und wenn es beispielsweise an Reifenwechseltagen eng wird, arbeiten sie auch mal sechs Tage in der Woche und feiern ihre Überstunden zu einem späteren Zeitpunkt ab.
Generell gilt im Unternehmen: Für die reine Anwesenheit wird keiner bezahlt. In allen Abteilungen gibt es eine Leistungslohnkomponente.
Die meisten Mitarbeiter sind „Eigengewächse“ und haben ihre Ausbildung im Betrieb durchlaufen. Sie sind nach Aussage des Unternehmenslenkers alle voll verantwortlich für ihren Bereich.
Nach Ansicht von Volker Ciesiolka hängt der Erfolg eines Unternehmens davon ab, ob die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle sitzen. Daher ist der Geschäftsführer höchstpersönlich für die strategische Personalauswahl und die Personalentwicklung verantwortlich und nicht etwa die Personalabteilung.
Übrigens läuft auch die gesamte Post über den Schreibtisch des Geschäftsführers. „Das lasse ich mir nicht nehmen. Denn egal, ob Reklamationsbriefe, Mahnungen oder Dankesbriefe – an der Post kann man am besten den Puls eines Unternehmens messen“, bemerkt der Ingenieur-Ökonom.
Überdurchschnittlicher Marktanteil
Dass Volker Ciesiolka mit seiner Personalstrategie richtig fährt, belegen die überdurchschnittlich hohen Kundenzufriedenheitswerte und die zahlreichen Herstellerauszeichnungen. Auch der Marktanteil liegt bei fast allen Fabrikaten über dem regionalen Durchschnitt.
Hinsichtlich seiner Strategie für das kommende Jahr gibt sich Volker Ciesiolka zurückhaltend: „Wir fahren aktuell auf Sicht“, betont der Geschäftsführer. Geplant sei unter anderem, das Gebrauchtwagengeschäft weiter auszubauen.
Am wichtigsten sei es, liquide zu bleiben, um flexibel auf Marktgegebenheiten und sich bietende Chancen reagieren zu können – beispielsweise, um Insolvenzware zu kaufen.
Größere bauliche Investitionen stehen hingegen aktuell nicht auf dem Programm: „Unsere Betriebe sind allesamt Zweckbauten, die zwar den CD-Bestimmungen genügen, aber sicher keinen Architektenpreis gewinnen würden. Aber wir wollen ja schließlich auch nicht in Schönheit sterben“, schmunzelt der Unternehmer.
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