PS Union: Vordenken statt nachdenken

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Die erste Wahl fiel auf die Marke Peugeot, schrittweise gesellten sich die Marken Hyundai, Volvo und Mazda hinzu. Auch einen Autofit-Betrieb und drei Hertz-Stützpunkte betreibt das Unternehmen mittlerweile.

Da die Hersteller und Importeure den Mehrmarkenvertrieb lange Zeit kritisch beäugten, entschied sich der Autohauschef im Jahr 2002, eine neutrale Dachgesellschaft zu gründen, die PS Union Holding.

Sie ist das verbindende Element zwischen den verschiedenen Betrieben und Marken.

Aktuell verkauft das Unternehmen jährlich zirka 6.200 Neu- und Gebrauchtwagen im Eigenvolumen sowie mehr als 1.500 Neufahrzeuge über angeschlossene Händler – das Gros kommt nach wie vor von der Marke Ford.

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Holding-Geschäftsführer Volker Ciesiolka konzentriert sich mittlerweile ausschließlich auf die strategische Unternehmensführung. Die kaufmännische Geschäftsführerin Marion Kühnemund unterstützt ihn dabei tatkräftig. Sie ist unter anderem dafür verantwortlich, die Zahlen nicht aus den Augen zu verlieren.

Das Schiff ist leicht wendbar

Das operative Geschäft verantworten die Geschäftsführer der einzelnen Fachbereiche: Beim Vertrieb ist es Peter Weisbrich als Geschäftsführer, beim Service- und Teilehandel ist es Lutz Heinrich als Geschäftsführer: „Dank dieser Struktur ist unser Schiff trotz seiner Größe immer leicht wendbar und wir können den Hebel sofort umlegen“, erklärt der Geschäftsführer.

Beispielsweise habe man in diesem Jahr sehr schnell auf den Rückgang im Flottengeschäft reagiert und sich gleich nach der Bekanntmachung der Umweltprämie ein beachtliches Kontingent an Kompaktmodellen sichern können.

Ein besonderes Augenmerk legt der Unternehmenslenker darauf, die Prozesse kontinuierlich zu verbessern: „Es ist fatal, sich zurückzulehnen und auf seinen Erfolgen auszuruhen. Ein Unternehmen ist ein lebendiges Gebilde, und es ist wichtig, ständig am Ball zu bleiben“, betont Volker Ciesiolka.

11-Stunden-Arbeitstag in der Werkstatt

Besonders am Herzen liegt ihm, die Nahtstelle zwischen dem Kunden und dem Unternehmen zu verbessern – das sind in erster Linie die Verkäufer und die Serviceberater.

Um eine hohe Kundenzufriedenheit zu generieren, hat Volker Ciesiolka beispielsweise die Arbeitszeitmodelle angepasst: „Bei einem Werkstattdurchlauf von mehr als fünfzig Kraftfahrzeugen pro Tag alleine am Standort Halle-West war es eine enorme Herausforderung, mit einem konventionellen Arbeitszeitmodell immer Kundennähe und -freundlichkeit zu gewährleisten.“

Daher führte er für die Servicemitarbeiter einen Elf-Stunden-Arbeitstag ein – verbunden mit einer Vier-Tage-Woche. „Natürlich in enger Absprache mit dem Betriebsrat“, betont der Geschäftsführer.

So sei gewährleistet, dass ein Kunde sein Fahrzeug bei demselben Serviceberater abholen könne. „Im Prinzip haben wir so vier kleine Werkstätten gebildet“, fügt Volker Ciesiolka erklärend hinzu.

Mitarbeiter springen in anderen Betrieben ein

Und mit diesem Arbeitszeitmodell sei es sogar möglich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, unterstreicht der Unternehmer: Denn an den Tagen, an denen ein Serviceberater frei hat, springt für ihn ein Servicetechniker ein, der in den meisten Betrieben überhaupt keinen Kundenkontakt hätte. „Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, unterstreicht Volker Ciesiolka.

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