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Radeinstellung: Berührungslos vermessen

| Autor: Ottmar Holz

Die Radeinstellung als Serviceleistung bei jedem Werkstattdurchlauf prüfen? Mit einer berührungslosen Achsmessanlage kann die Werkstatt diese gute Idee schnell und risikofrei umsetzen, denn gerade die bei hochwertigen Autos oft empfindlichen Felgen werden nicht berührt.

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Die zwei Kamerasäulen des „NoContact“-Systems fahren auf Führungsschienen seitlich am Fahrzeug vorbei und erfassen automatisch die jeweilige Radstellung.
Die zwei Kamerasäulen des „NoContact“-Systems fahren auf Führungsschienen seitlich am Fahrzeug vorbei und erfassen automatisch die jeweilige Radstellung.
(Bild: Auswuchtwelt/Fasep)

Das neueste Produkt aus dem Hause Fasep ist die berührungslose Achsmessanlage „No Contact“. Diese ist in zwei Versionen verfügbar, und der Kunde kann zwischen einer drahtlosen Wi-Fi- mit automatisch nachladendem Akku und einer kabelgebundenen Variante wählen. Eine Vermessung soll laut Hersteller damit 50 Prozent schneller als mit einem herkömmlichen 3-D-System gelingen. Die übliche Gefahr, die Felgen beim Anbringen der Targetklammern zu verkratzen, ist laut Fasep gebannt: Die Vermessung erfolgt durch rein optische Abtastung mit vier Infrarotlicht-Kameras und damit absolut berührungslos. Um die exakte Erfassung der Radstellung auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen und bei extremen Niederquerschnittsreifen zu gewährleisten, bringt der Anwender lediglich drei kleine selbstklebende Sticker als Referenzpunkte in beliebiger Stellung am Reifen an. Während der Vermessung fahren zwei bewegliche Kamerasäulen auf jeweils einer sechs Meter langen, auf dem Boden befestigten Führungsschiene links und rechts am Fahrzeug vorbei und erfassen die Stellung der Räder zueinander. Die Kameras positionieren sich beim fotografischen Einscannen der Räder automatisch in der optimalen Stellung und gleichen nach Herstellerangaben auch Höhenänderungen der Hebebühne beispielsweise bei Einstellarbeiten selbsttätig aus. Die Führungsschienen kann der Betrieb neben Fahrbahnbühnen beliebiger Bauart oder auch Arbeitsgruben auf dem Boden befestigen.

Für alle Radstände von Smart bis Sprinter

Der zulässige Raddurchmesser liegt zwischen 10 bis 30 Zoll, die Messgenauigkeit wird vom Hersteller mit 0,03 Grad / 0,2 Millimeter (bei einer 15-Zoll-Felge) angegeben. Bereits mit den Standardschienen deckt das System Radstände bis 4,5 Meter ab – also alle Fahrzeuge vom Smart bis zum Sprinter. Für Spezialfälle kann Fasep auf Wunsch auch noch längere Schienen liefern.

Für die zwei Varianten des „No Contact“ gewährt der deutsche Vertrieb von Fasep – die Firma Auswuchtwelt in Gomaringen – zur Markteinführung aktuell Sonderpreise, die sich im Bereich um 30.000 Euro bewegen. Die Datenbank des Geräts wird online geführt, für die (ständigen) Aktualisierungen wird Fasep voraussichtlich 499 Euro jährlich berechnen.

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 Ottmar Holz

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Redakteur Service und Technik