Reifengeschäft Reifen1+ baut Partnernetz aus

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

Der Karlsruher Reifenhändler Interpneu verzichtet bei seinem Werkstattsystem auf feste Gebühren, knüpft die Mitgliedschaft aber an klare Umsatzerwartungen. Mit diesem Konzept gewann das Netzwerk im ersten Halbjahr 41 neue Partner in Deutschland und Österreich.

Der Betrieb von XL Reifen+Kfz-Service GmbH in Arnsberg ist bereits seit 2009 Systempartner der Pneuhage Gruppe und seit 2014 bei Reifen1+ dabei. (Bild:  Interpneu Reifen1+)
Der Betrieb von XL Reifen+Kfz-Service GmbH in Arnsberg ist bereits seit 2009 Systempartner der Pneuhage Gruppe und seit 2014 bei Reifen1+ dabei.
(Bild: Interpneu Reifen1+)

In der ersten Jahreshälfte 2026 schlossen sich 31 Werkstätten und Reifenhändler in Deutschland sowie zehn Betriebe in Österreich dem Konzept Reifen1+ an, teilt Interpneu mit. Die Neuzugänge verteilen sich auf alle vier Systemstufen (Basic, Premium, Premium+ und Nutzfahrzeuge). Damit umfasst das Netzwerk zur Jahresmitte bundesweit 691 Standorte. In Österreich stieg die Zahl der teilnehmenden Betriebe seit dem dortigen Marktstart Anfang 2025 auf insgesamt 43 an.

Laut Systemleiter Andreas Burk verzichtet Interpneu auf feste Systemgebühren, setzt im Gegenzug von den Werkstätten aber entsprechende Umsätze voraus. Erreichen die Teilnehmer diese Vorgaben nicht, stuft der Großhändler sie wieder als reguläre Kunden ein. Ein weiterer Grund für Abgänge seien derzeit altersbedingte Betriebsaufgaben ohne Nachfolger.

Den aktuellen Zuwachs an Partnern führt Burk auf die Flexibilität des Konzepts zurück. Laut ihm bleiben die angeschlossenen Unternehmer im Rahmen der Partnerschaft rechtlich selbstständig und entscheiden eigenverantwortlich über ihr Sortiment. Betriebe können das Modul parallel zu bestehenden Vereinbarungen mit Teilehändlern oder anderen Werkstattkonzepten nutzen.

In den höchsten Ausbaustufen bietet Reifen1+ den Betrieben eine Direktbelieferung durch die Reifenindustrie sowie die Teilnahme an Flottenabrechnungen an. Diese Bausteine will Interpneu im zweiten Halbjahr auch auf dem österreichischen Markt weiter ausbauen. Auf Produktseite plant der Großhändler zudem eine Sortimentserweiterung: Die Eigenmarke Platin, die Reifen, Aluräder und RDKS-Sensoren umfasst, erhält demnächst neu entwickelte Ganzjahresreifen.

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