Verbrenner-Aus Renault soll bis 2030 reine Elektromarke werden

Von Yvonne Simon

Renault will seine Modellpalette in Europa schneller als bisher geplant zu 100 Prozent auf Elektromobilität umstellen. Eine Hintertür lässt CEO Luca de Meo aber offen.

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Der Renault Mégane E-Tech steht in den Startlöchern. Er soll den Beginn einer Elektro-Offensive markieren.
Der Renault Mégane E-Tech steht in den Startlöchern. Er soll den Beginn einer Elektro-Offensive markieren.
(Bild: Renault)

Renault will in Europa bis 2030 zur reinen Elektromarke werden. Das sagte CEO Luca de Meo am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der Nähe von Paris, wie mehrere Medien berichten. „Wir haben uns vorgenommen, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass Renault bis 2030 eine zu 100 Prozent elektrische Marke ist“, wird der Manager zitiert.

Damit beschleunigt der Hersteller seine Pläne: im Juni hatte de Meo noch das Ziel von 90 Prozent vollelektrische Modelle bis 2030 ausgegeben. Damals hatte er außerdem erklärt, dass Hybride und Plug-in-Hybride den Hersteller noch „deutlich über 2030 hinaus“ begleiten würden.

Das nun verkündete Vorhaben betrifft nicht nur Renault: Dacia soll folgen und ebenfalls rein elektrisch werden. Das soll im Einklang mit der günstigen Preisstruktur des rumänischen Fabrikats geschehen. Allerdings ließ de Meo eine Hintertür offen. Renault habe einen Plan B. Wenn die Nachfrage nach Elektroautos in der Bevölkerung oder der Ausbau der Infrastruktur nicht mitziehe, könnte die Renault-Gruppe auch über 2030 hinaus Modelle mit Verbrennungsmotor anbieten.

Zuletzt hatten mehrere Hersteller angekündigt, ab 2030 nur noch Elektromodelle anzubieten, darunter Peugeot und Fiat.

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