Suchen

Renault startet Alpine-Händlernetz mit hohen Auflagen

| Autor: Jakob Schreiner

Die Auslieferung des Alpine A110 soll Anfang 2018 starten. Details zum deutschen Vertriebsnetz der Renault-Submarke stehen nun fest. Warum nur sechs der elf Standorte selbstständige Händler betreiben, könnte an den Standards liegen.

Firmen zum Thema

Der Alpine A110 geht in Deutschland zum Preis von 58.000 Euro in der limitierten „Première Edition“ an den Start. Derzeit wird das Händlernetz geknüpft.
Der Alpine A110 geht in Deutschland zum Preis von 58.000 Euro in der limitierten „Première Edition“ an den Start. Derzeit wird das Händlernetz geknüpft.
(Bild: Renault)

Renault will bis Ende 2017 ein Händlernetz für die Unternehmenstochter Alpine in Deutschland aufgezogen haben. An elf Standorten sollen die „Alpine Centres“ bis dahin den Vertrieb und Service starten, teilte der französische Autobauer am Mittwoch mit. Das aktuell einzige Alpine-Modell, der A110, soll in separaten Showrooms mit eigenständigem Design und einer „modernen, puristischen Einrichtung“ sowie einigen „Bleu Alpine“-farbigen Elementen ausgestattet sein.

Auf Nachfrage von »kfz-betrieb« erklärte eine Pressesprecherin, dass die elf Händler der „momentane Stand der Ding“ seien. Eine prinzipielle Erweiterung des Netzes sei nicht ausgeschlossen – bislang aber nicht geplant. Bilder über die Alpine-CI konnte das Unternehmen nicht bereitstellen. Ebenso blieben Fragen über die Bedingungen und Investitionssummen, welche die Händler tätigen mussten, um den exklusiven Alpine-Vertrag zu bekommen, unbeantwortet.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 9 Bildern

Aus Händlerkreisen heißt es derweil, dass die extrem hohen Auflagen einige Renault-Vertragspartner abgeschreckt haben sollen. Renault soll unter anderem einen eigenen, speziell geschulten Verkäufer für das Alpine-Fahrzeug, einen Vorführwagen und die genannten baulichen Maßnahmen gefordert haben. Das mache den Alpine-Händlerstatus insbesondere für kleine und mittelgroße Betriebe finanziell unattraktiv.

Weiter heißt es, dass einige Händler nach dem Bekanntwerden der Auflagen ihren Händlervertrag freiwillig wieder zurückgegeben haben. Diese Aussagen könnten erklären, warum sich nur sechs selbstständige Händler dafür entschieden haben, den Alpine A110 zu vertreiben. Die restlichen fünf Standorte sind Renault-Niederlassungen.

Das sind die elf deutschen Alpine-Standorte:

  • Berlin: Renault-Niederlassung Berlin
  • Dresden: Dresdner Auto AG
  • Düsseldorf: Autozentrum P&A
  • Frankfurt: Renault-Niederlassung Frankfurt
  • Hamburg: Renault-Niederlassung Hamburg
  • Marburg: Autohaus Wahl Hessen
  • München: Renault-Niederlassung München
  • Köln: Renault Niederlassung Köln
  • Ravensburg: Autohaus Arnegger, Zweigniederlassung Autohaus Sehner
  • Saarbrücken: Auto Galerie Saar
  • Stuttgart: Autohaus von der Weppen

(ID:44957495)

Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik